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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 07.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Angesichts der angespannten Haushaltslage wollen die USA ihre Militärausgaben kürzen. Minister Robert Gates kündigte an, in den kommenden fünf Jahren würden im Verteidigungshaushalt 78 Milliarden Dollar eingespart. Beim Heer und der Marineinfanterie sollen ab 2015 insgesamt 47.000 Soldaten wegfallen. Befürchtungen, die US-Armee könne an Schlagkraft verlieren, wies Gates zurück. Es ist das erste Mal seit den 90er Jahren, als nach dem Ende des Kalten Krieges die Militärausgaben gekürzt wurden, dass die US-Truppen sparen müssen.

WASHINGTON/ABIDJAN: Angesichts des Machtkampfs in der westafrikanischen Elfenbeinküste haben die USA Sanktionen gegen den abgewählten Präsidenten Gbagbo verhängt. Wie das Finanzministerium in Washington mitteilte, ist es allen US-Bürgern ab sofort verboten, Geschäfte mit Gbagbo, seiner Frau sowie drei seiner engen Vertrauten zu machen. Unterdessen ließ Gbagbo, der sich seit Wochen weigert, das Amt an seinen gewählten Nachfolger Ouattara zu übergeben, den Botschaftern Kanadas und Großbritanniens die Akkreditierungen entziehen. Dies sei die Antwort auf ähnliche Schritte der kanadischen und britischen Regierungen Ende Dezember.

BERLIN: Im Streit über das neue ungarische Mediengesetz hat Luxemburgs Außenminister Asselborn die EU-Kommission zu raschem Handeln aufgerufen. Es sei offensichtlich, dass das ungarische Mediengesetz gegen die Grundrechtecharta der Europäischen Union verstoße, sagte Asselborn der deutschen Tageszeitung "Die Welt". An diesem Freitag wird Kommissionspräsident Barroso zu Gesprächen in Budapest erwartet. Ungarn hatte zum Jahresanfang die EU-Ratspräsidentschaft übernommen.

PEKING: Nach Ausfuhrbeschränkungen für den Rohstoff Seltene Erden erlässt China auch neue Umweltschutzauflagen für deren Förderung. Laut einem Entwurf des Umweltministeriums sollen ab Februar höhere Grenzwerte für Abwässer gelten, die beim Abbau dieser Stoffe entstehen. Der Weltmarkt für Seltene Erden, die für die Produktion von High-Tech-Produkten wie Handys oder Laptops benötigt werden, wird zu 97 Prozent von China beliefert.

BERLIN: Der Dioxin-Skandal weitet sich aus. Inzwischen mussten bundesweit rund 4700 Betriebe wegen Dioxinverdachts schließen. Sie haben möglicherweise Mischfutter mit belastetem Futterfett erhalten. Vor allem Schweinemastbetriebe wurden vorsorglich geschlossen. Insgesamt sind elf Bundesländer betroffen. Die meisten der Höfe liegen in Niedersachsen. Im Visier der Staatsanwaltschaft steht der Futterfetthersteller "Harles und Jentzsch" in Schleswig-Holstein. Dieser Betrieb lieferte mehrere tausend Tonnen Futterfett, das mit Dioxin verunreinigt war.

STUTTGART: Der parteiintern in der Kritik stehende FDP-Chef Westerwelle hat beim traditionellen Dreikönigstreffen der Liberalen seinen Führungsanspruch unterstrichen. Zugleich schwor er die Partei in Stuttgart auf die anstehenden Wahlkämpfe ein und warnte vor einem Linksbündnis in Deutschland. 2011 stehen mehrere Landtagswahlen an. Insbesondere die Wahl Ende März in Baden-Württemberg wird als Bewährungsprobe für Union und auch die Liberalen gewertet. Zu seiner politischen Zukunft äußerte sich Westerwelle bei dem Dreikönigstreffen seiner Partei nicht. Dem 49-Jährigen werden strategische Fehler und unglückliches Agieren in der schwarz-gelben Regierung vorgeworfen. Mehrere Landesverbände machen Westerwelle zumindest mitverantwortlich für schlechte Umfragewerte der FDP.

DÜSSELDORF: Zum orthodoxen Weihnachtsfest haben Kirchen und Muslime in Deutschland Solidarität mit den koptischen Christen demonstriert. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mazyek, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Schneider, nahmen am Gottesdienst der koptischen Gemeinde in Düsseldorf teil. Kanzlerin Merkel forderte eine Woche nach dem Terroranschlag in Ägypten Schutz für Christen in aller Welt. Bei dem Anschlag auf koptische Christen in Ägypten waren in der Silvesternacht 23 Menschen getötet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist regnerisch, nur südlich der Donau überwiegend trocken. Tageshöchstwerte ein bis fünf Grad, im Südwesten bis zwölf Grad.

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