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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 06.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: In Afghanistan wird der Prozess der Übernahme der Sicherheitsverantwortung durch einheimische Kräfte nach den Worten von Präsident Karsai im Frühjahr beginnen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz kündigte Karsai an, er werde dazu am afghanischen Neujahrstag am 21. März Einzelheiten mitteilen. Bis zu dem für 2014 geplanten Abzug der Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF werde Afghanistan ein effektiver Staat sein, erklärte Karsai. - Bundesaußenminister Westerwelle betonte, Deutschland und die NATO würden Afghanistan auch nach dem Truppenabzug unterstützen. Die Verantwortung ende nicht 2014, sagte Westerwelle auf der Konferenz.

BERLIN: Bei der Bundeswehr gibt es neue Fälle illegal geöffneter Feldpost. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte, wurden mindestens drei an Soldaten in Afghanistan adressierte Briefe geöffnet. Aus einem Brief sei außerdem eine Uhr entwendet worden. Bereits vor einigen Wochen hatten Berichte über geöffnete Briefe von Soldaten aus Afghanistan für Irritationen gesorgt. Die Hintergründe sind weiter unklar.

KAIRO: Ungeachtet der Rücktritte an der Spitze der ägyptischen Regierungspartei NDP hat die Opposition des Landes wieder zu einer großen Protestaktion gegen die Regierung von Präsident Mubarak aufgerufen. Parallel dazu will die Muslimbruderschaft nun doch mit Vertretern der Regierung sprechen. Es solle sondiert werden, wie ernst es den Behörden mit den Forderungen des Volkes ist und ihrer Bereitschaft, auf diese einzugehen, heißt es in einer Erklärung der islamistischen Gruppierung. Bereits an diesem Sonntag solle es ein erstes Treffen geben, berichtete der arabische Nachrichtensender Al Dschasira. Bislang hatte die Muslimbruderschaft Gespräche abgelehnt, solange Mubarak im Amt ist. Die Bruderschaft gilt, neben Mubaraks Regierungspartei, als die am besten organisierte politische Gruppierung in Ägypten. - Am Samstag war die gesamte Führungsspitze der NDP zurückgetreten, darunter auch Mubaraks Sohn Gamal. Nur der Präsident selbst behielt seinen Posten als Parteichef.

WASHINGTON: Die USA dringen weiter auf rasche demokratische Reformen in Ägypten. Nach Angaben des Weißen Hauses hat US-Vizepräsident Biden in einem Telefonat mit dem ägyptischen Vizepräsidenten Suleiman angemahnt, dass eine konkrete Reformagenda und ein klarer Zeitplan notwendig seien, um der Öffentlichkeit und der Opposition zu zeigen, dass sich die Regierung in Kairo zu einem Wandel bekenne. Mit Blick auf die Übergriffe auf Journalisten und Menschenrechtsgruppen heißt es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Erklärung, die Regierung in Kairo trage die Verantwortung dafür, ihr Volk zu schützen.

TUNIS: Bei neuen Zusammenstößen in Tunesien sind mindestens vier Menschen getötet worden. In El Kef im Nordwesten des Landes hätten Polizisten in eine aufgebrachte Menschenmenge geschossen, die vor das Polizeirevier der Ortschaft gezogen war, meldet das tunesische Innenministerium. Zuvor hätten mehrere hundert Demonstranten den Rücktritt des örtlichen Polizeichefs wegen Amtsmissbrauchs verlangt und das Revier mit Brandsätzen und Steinen beworfen. Der Polizeichef soll inzwischen festgenommen worden sein.

TEHERAN: Nach mehr als 18 Monaten Haft hat in der iranischen Hauptstadt Teheran der Prozess gegen zwei an der Grenze zum Irak festgenommene US-Bürger begonnen. Die iranische Justiz wirft den Amerikanern vor, die Grenze zu Spionagezwecken überschritten zu haben. Die Beschuldigten geben dagegen an, sich als Touristen während einer Wanderung verlaufen und dabei die unmarkierte Grenze zum Iran versehentlich überquert zu haben. Die USA fordern eine Einstellung des Verfahrens und die sofortige Freilassung ihrer Staatsbürger.

COLOMBO: Die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen in Sri Lanka ist auf 14 gestiegen. Wie die Katastrophenschutzbehörde weiter mitteilte, stehen im Zentrum und im Osten des Inselstaates die Häuser von rund einer Million Menschen unter Wasser. Ausgelöst wurden die Überschwemmungen durch heftigen Monsunregen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden wolkig, in der norddeutschen Tiefebene zeitweilig Regen. Nach Süden hin meist trocken mit Aufheiterungen. Tagestemperaturen fünf bis 13 Grad Celsius.

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