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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 06.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BUDAPEST: Im Streit um sein umstrittenes Mediengesetz wird Ungarn nach den Worten von Regierungschef Orban mögliche Forderungen der EU nach Änderungen akzeptieren und erfüllen. Ungarn sei Mitglied der EU und halte sich an die Spielregeln der Union, sagte Orban vor ausländischen Journalisten in Budapest. Das am 1. Januar in Kraft getretene Mediengesetz der rechtskonservativen Regierung unterstellt Zeitungen, Fernsehen, Rundfunk und Internetportale der Aufsicht eines Medienrates, der über eine sogenannte ausgewogene Berichterstattung wacht. Kritiker sehen darin eine Einschränkung der Pressefreiheit. Seit 1. Januar hat Ungarn den EU-Ratsvorsitz inne.

WASHINGTON: Die USA werden nach Informationen der Zeitung "Wall Street Journal" bis Mitte Januar zusätzlich 1.400 Marine-Infanteristen nach Afghanistan schicken. Sie sollen die US-Kampftruppen angesichts der zu erwartenden Frühjahrsoffensive der radikal-islamischen Taliban verstärken, meldete das Blatt unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Die USA haben derzeit rund 97.000 Soldaten in Afghanistan stationiert. Von Juli 2011 an sollen sie nach den Plänen von Präsident Obama schrittweise abgezogen werden.

TEHERAN: Im Iran ist eine US-Bürgerin unter Spionageverdacht verhaftet worden. Die staatliche Zeitung "Iran" meldete, die 55-Jährige habe versucht, ohne Visum von Armenien aus einzureisen. Bei ihrer Festnahme habe die Amerikanerin ein Mikrofon und andere Spionagegeräte bei sich getragen, so die Zeitung weiter.

MÜNCHEN: Die Bundestagsabgeordneten der CSU haben ihre Beratungen im bayerischen Wildbad Kreuth wiederaufgenommen. Hauptthema ist die umstrittene Vorratsdatenspeicherung. Die CSU drängt den Koalitionspartner FDP, die Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Terrorabwehr wieder einzuführen. Dies lehnt die liberale Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ab. - In Wildbad Kreuth wurde unterdessen bekannt, dass die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Käßmann, bereit ist, zu einem Truppenbesuch nach Afghanistan zu reisen. Die Einladung zu einem gemeinsamen Besuch sprach Verteidigungsminister zu Guttenberg bereits im vergangenen Jahr aus, nachdem sich Käßmann in einer Predigt sehr kritisch über die Lage am Hindukusch geäußert hatte.

STUTTGART: Inmitten einer heftigen Personaldebatte kommen die deutschen Liberalen in Stuttgart zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammen. Die besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem FDP-Vorsitzenden Westerwelle. Erwartet wird, dass er seinen Anspruch auf den Chefposten gegen Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen verteidigt. Mehrere FDP-Landesverbände hatten gefordert, der Außenminister solle in Stuttgart seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur beim Parteitag im Mai ankündigen.

BERLIN: Das gesamte Ausmaß des Dioxin-Skandals in der deutschen Futtermittel-Industrie ist weiterhin nicht abzusehen. Nach bisherigem Kenntnisstand haben bis zu 150.000 Tonnen Tiernahrung mit krebserregendem Dioxin Unmengen von Schweinefleisch und Geflügelprodukten verseucht. Auch bei rund 240.000 in Bayern sichergestellten Eiern bestätigte sich inzwischen der Verdacht auf Dioxin. Teils liegt der Giftgehalt dreimal so hoch wie der zulässige Grenzwert. Die in den Skandal verwickelte Futtermittelfirma Harles und Jentzsch in Schleswig-Holstein steht nach eigenen Angaben möglicherweise vor der Insolvenz. Für diesen Donnerstag sei eine Bestandsaufnahme geplant. Danach werde entschieden, ob Insolvenz angemeldet werde.

FRANKFURT AM MAIN: Überschattet von weiteren Anschlagsdrohungen feiern die koptischen Christen das orthodoxe Weihnachtsfest. Deshalb werden auch in Deutschland viele Gottesdienste unter Polizeischutz gestellt. Bundesinnenminister De Maizière rief die Kopten dazu auf, ihr Weihnachtsfest wie immer zu feiern. Zugleich nannte es der CDU-Politiker beschämend, dass es in der Bundesrepublik erforderlich sei, die Religionsausübung von der Polizei beschützen zu lassen. Im ägyptischen Alexandria waren bei einem Anschlag auf eine koptische Neujahrsmesse 23 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit Regen oder Schneeregen. Nur an den Alpen Auflockerungen. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen null und zehn Grad.

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