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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 05.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Bundeskanzlerin Merkel hat die Bereitschaft der Europäischen Union unterstrichen, den politischen Wandel in Ägypten zu unterstützen. Auf der 47. Münchner Sicherheitskonferenz sagte Merkel mit Blick auf die andauernden Demonstrationen gegen Präsident Mubarak, es werde in Ägypten Veränderungen geben. Diese müssten friedlich vonstatten gehen, forderte die Kanzlerin. Die EU sei bereit, den Prozess des Wandels durch eine neue Partnerschaft mitzugestalten. Dabei würden die Europäer eng mit den USA zusammenarbeiten. Dies habe sie mit US-Außenministerin Clinton vereinbart, sagte Merkel. Die US-Außenministerin nimmt ebenfalls an der Konferenz in München teil.

KAIRO: Die Kundgebungen gegen den ägyptischen Staatschef Mubarak in der Hauptstadt Kairo gehen in den zwölften Tag. Auch in der Nacht zum Samstag hatten wieder Tausende auf dem zentralen Tahrir-Platz ausgeharrt. Über eine mögliche Übergangsregierung unter dem neuen Vizepräsidenten Suleiman könnten laut Agenturberichten in Kürze Verhandlungen mit einflussreichen Politikern und unabhängigen Persönlichkeiten stattfinden. Laut Internetseite der "New York Times" soll in Ägypten erwogen werden, Mubarak zu einem routinemäßigen Gesundheits-Checkup nach Deutschland ausfliegen zu lassen oder ihm einen Ferienaufenthalt im Badeort Scharm el Scheich nahezulegen.

BANGKOK: Thailand und Kambodscha haben nach zweitägigen Feuergefechten im Nordosten der gemeinsamen Grenze einen Waffenstillstand vereinbart. Dies bestätigten Militärkommandeure beider Seiten nach einem Treffen in einem Grenzort nahe des umstrittenen Dschungeltempels. Bei den ersten heftigen Auseinandersetzungen seit einem Jahr waren nach widersprüchlichen Erklärungen der Armeen mindestens fünf Soldaten und Zivilisten getötet worden. Der Hindu-Tempel und das umliegende Territorium sorgen seit Generationen für Streit zwischen den beiden südostasiatischen Nachbarländern.

BERLIN: Bundesinnenminister de Maizière hat vor sogenannten Cyber-Angriffen im Internet gewarnt. Alle zwei bis drei Sekunden gebe es einen Angriff auf das deutsche Internet, von Privaten, von Staaten, von wem auch immer, sagte de Maizière der Tageszeitung "Die Welt". Das Netz der Bundesregierung werde vier- bis fünfmal am Tag angegriffen - vermutlich mit Beteiligung von Geheimdiensten anderer Länder.

FRANKFURT AM MAIN: Nach einem Besuch der deutschen Soldaten in Afghanistan hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, EKD, Schneider, den Bundeswehreinsatz als - so wörtlich - ethisch hinnehmbar bezeichnet. Er habe den Begriff Sicherheit neu zu verstehen gelernt, sagte Schneider der "Frankfurter Rundschau". Die Bundeswehr versuche in Afghanistan einen geschützten Raum für die zivilen Aufbauhelfer zu schaffen. - Vor einem Jahr hatte Schneiders Vorgängerin Käßmann mit der Äußerung "Nichts ist gut in Afghanistan" eine heftige Debatte ausgelöst.

WASHINGTON: Die USA schlagen im Währungsstreit mit China moderatere Töne an. Trotz entsprechender Forderungen aus dem Kongress verzichtete das US-Finanzministerium darauf, China offiziell der Währungsmanipulation zu beschuldigen. Für eine solche Einschätzung gebe es nicht genügend Belege, heißt es in einem Währungsbericht des Ministeriums. Die chinesische Führung habe zugesagt, die Inlandsnachfrage zu stärken und den Wechselkurs künftig noch flexibler zu handhaben. Die Vereinigten Staaten hatten China mehrfach vorgeworfen, die Währung Yuan künstlich niedrig zu halten und dadurch die Exporte anzukurbeln.

BREMEN: Bei dem gescheiterten Befreiungsversuch des von somalischen Piraten gekaperten deutschen Frachters "Beluga Nomination" in der vergangenen Woche sind drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das berichtet der Bremer "Weser-Kurier" unter Berufung auf die Beluga-Reederei. Zwei Seeleute seien von den Piraten exekutiert worden. Außerdem sei der Leitende Ingenieur ertrunken, nachdem er auf der Flucht vor den Piraten über Bord gesprungen war. Den sieben noch an Bord verblieben Besatzungsmitgliedern gehe es den Umständen entsprechend.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte viele Wolken und vor allem an den Küsten Regen. Im Süden meist trocken, südlich der Donau auch längere Zeit Sonne. Tagestemperaturen sechs bis elf Grad Celsius.

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