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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 05.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Im Dioxin-Skandal sind nach Erkenntnissen der Bundesregierung bis zu 3.000 Tonnen verseuchtes Tierfutterfett hergestellt worden. In einem Bericht des Agrarministeriums, der der Deutschen Presseagentur vorliegt, heißt es, von Mitte November bis kurz vor Weihnachten seien sieben verdächtige Lieferungen an 25 Futterhersteller in mindestens vier Bundesländer verkauft worden. Als Lieferant steht ein Unternehmen in Schleswig-Holstein in Verdacht. Das mit Dioxin belastete Futter wurde an tausende Bauernhöfe geliefert und dort an Hühner und Masttiere verfüttert. Allein in Niedersachsen wurden eintausend Höfe gesperrt.

KABUL: Die NATO macht in Afghanistan beim Aufbau nationaler Sicherheitskräfte nach den Worten des Kommandeurs der Schutztruppe ISAF, Petraeus, deutliche Fortschritte. Das Bündnis sei hier dem Zeitplan voraus, sagte der US-General der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung "Rheinische Post". Bei den Militäroperationen in Kandahar sei die Zahl der eingesetzten afghanischen Soldaten stellenweise schon höher als die der ISAF. Einsatzfähige afghanische Sicherheitskräfte sind eine Voraussetzung für die bis 2014 geplante Übergabe der Verantwortung an die Regierung in Kabul und den Abzug von NATO-Truppen.

PARIS: Die französische Außenministerin Alliot-Marie hat ein koordiniertes Vorgehen der EU zum Schutz der Christen im Nahen Osten gefordert. Es sei wichtig, dass die EU handele, um zu gewährleisten, dass jeder seine Religion dort ausüben könne, wo er lebe, sagte die Ministerin im französischen Rundfunk. Anlass des Vorstoßes von Alliot-Marie ist der Anschlag auf koptische Christen in Ägypten in der Neujahrsnacht mit 23 Toten. Vor dem am Donnerstag beginnenden Weihnachtsfest der orthodoxen Christen wurden Gemeinden der Kopten in Deutschland und anderen europäischen Staaten unter Polizeischutz gestellt. Islamisten haben im Internet mit Anschlägen gedroht.

ISLAMABAD: Die pakistanische Regierung hat vor der Beisetzung des ermordeten Provinz-Gouverneurs Taseer in der Stadt Lahore tausende Polizisten zusammengezogen. Es sollten mögliche Unruhen vor und nach der Beerdigung verhindert werden, erklärte ein Polizeivertreter. Taseer war am Dienstag von seinem eigenen Leibwächter erschossen worden. Motiv für den Mord war offenbar die Kritik des 66-jährigen Politikers an den Blasphemiegesetzen in Pakistan, die zu Todesurteilen gegen Christen geführt haben, die angeblich den Islam herabgesetzt hatten. Taseer war Mitglied der regierenden Volkspartei und ein Vertrauter des pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari.

CANBERRA: In den Überschwemmungsgebieten im Nordosten Australiens zeichnet sich erstmals eine leichte Entspannung ab. In der Küstenstadt Rockhampton soll das Hochwasser des Flusses Fitzroy nach neuen Prognosen schneller zurückgehen als erwartet. Damit dürfte die einzig passierbare Straße in die Stadt offen bleiben, was die Versorgung der 75.000 Einwohner deutlich erleichtern würde. Insgesamt ist im australischen Bundesstaat Queensland ein Gebiet von der Größe Deutschlands und Frankreichs vom Hochwasser betroffen.

PEKING: Im Süden Chinas haben fast 60.000 Menschen nach einem heftigen Wintereinbruch aus Sicherheitsgründen ihre Wohnhäuser verlassen müssen. Wie das Ministerium für Katastrophenschutz mitteilte, brachte starker Eisregen 1200 Gebäude zum Einsturz und beschädigte weitere Häuser schwer. Anpflanzungen auf mehr als 142.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche seien zerstört worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung meist bewölkt, im Süden auch sonnig. Erst gegen Abend von Westen aufkommender Schnee oder Regen. Höchstwerte zwischen minus acht und plus vier Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: minus 2 Grad, leicht bewölkt; Berlin: minus 8 Grad, wolkig; Dresden: minus 5 Grad, Nieselregen; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: minus 4 Grad, bewölkt; und München: minus 9 Grad, wolkenlos.

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