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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 03.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ALEXANDRIA: In der ägyptischen Hafenstadt ist es nach dem Bombenanschlag auf eine Kirche zu neuen Zusammenstößen zwischen Kopten und der Polizei gekommen. Diese setzte Tränengas ein. Die Demonstranten in Alexandria und der Hauptstadt Kairo forderten mehr Schutz für Christen in Ägypten. Auch in der Stadt Assiut südlich von Kairo demonstrierten etwa 2000 Kopten. In der Neujahrsnacht hatte vor einer Kirche in Alexandria ein Selbstmordattentäter 21 Gläubige mit in den Tod gerissen. Fast 100 Menschen wurden verletzt. Die ägyptische Regierung hat inzwischen sieben Verdächtige festgenommen und beschuldigt ausländische Terroristen als Drahtzieher.

FRANKFURT AM MAIN: Nach dem blutigen Selbstmordanschlag auf koptische Christen in Alexandria in der Neujahrsnacht haben deutsche Politiker stärkeren Druck auf die ägyptische Regierung verlangt. Der Grünen-Politiker Beck forderte die Bundesregierung auf, eine Menschenrechts-Agenda zum Bestandteil der Außen- und Entwicklungspolitik zu machen. Der "Frankfurter Rundschau" sagte er, Ägypten gewähre Religionsfreiheit nur im Rahmen der Regeln der Scharia, des islamischen Religionsgesetzes. Das reiche aber nicht aus. Innerhalb der Regierungsparteien forderte auch die CSU eine Neuorientierung der Entwicklungszusammenarbeit. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Schavan appellierte an muslimische Würdenträger in aller Welt, sich von Gewalt gegen andere Religionen zu distanzieren.

BERLIN: Nach mehr als 50 Jahren Wehrpflicht in Deutschland rücken zum letzten Mal Pflicht-Rekruten in die Kasernen ein. Insgesamt hat die Bundeswehr noch einmal gut 12.000 Wehrpflichtige einberufen. Sie müssen den sechsmonatigen Grundwehrdienst ableisten. Schon zum nächsten Termin im März soll keiner mehr gegen seinen Willen einberufen werden - obwohl die Wehrpflicht offiziell erst zum 1. Juli ausgesetzt wird. Stattdessen gibt es einen Freiwilligendienst für Männer und Frauen. Er dauert mindestens sechs und höchstens 23 Monate. Die Neuregelung gilt auch für den Zivildienst.

KÖLN: Steigende Rohölpreise können nach Ansicht der Internationalen Energieagentur in diesem Jahr zu einem ernsthaften Problem für die Weltwirtschaft werden. Da die konjunkturelle Erholung noch auf schwachen Beinen stehe, könne der Preisauftrieb beim Öl den Aufschwung in vielen Ländern abwürgen, sagte der Chef-Ökonom der Agentur, Birol, dem Westdeutschen Rundfunk.

SEOUL: Südkorea hat sich offen für einen Dialog mit dem kommunistischen Norden gezeigt. Zugleich aber drohte der südkoreanische Präsident Lee Nordkorea im Falle einer militärischen Aggression mit Vergeltung. Es liege an Nordkorea zu zeigen, dass die Führung es mit dem Dialog ernst meine, sagte Lee. Er ergänzte, Südkorea sei bereit, dem verarmten Nachbarland wirtschaftliche Hilfe zu leisten.

ABIDJAN: Kurz vor einem neuen Vermittlungsversuch im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste steht der abgewählte Präsident Gbagbo zunehmend unter Druck. Es gebe nichts zu verhandeln, Gbagbo müsse zurücktreten. Willige er nicht ein, könne er auch mit Militärgewalt zum Rücktritt gezwungen werden, betonte Ibrahim Ben-Kargbo, der Informationsminister von Sierra Leone. Die Präsidenten von Sierra Leone, Benin und Kapverde versuchen im Auftrag der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas den Machtkampf in der Elfenbeinküste zu beenden. Begleitet werden sie von Kenias Ministerpräsident Odinga als Sondervermittler der Afrikanischen Union.

CANBERRA: Im Nordosten Australiens droht die Stadt Rockhampton in der Jahrhundertflut zu versinken. Der knapp 80.000 Einwohner zählende Ort im Bundesstaat Queensland ist praktisch von der Außenwelt abgeschnitten und kann nur noch mit Booten des Katastrophenschutzes erreicht werden. Die Hauptverkehrsstraße ist überschwemmt. Meteorologen haben weitere Niederschläge angekündigt. Insgesamt ist an der Nordostküste Australiens eine Fläche so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen überschwemmt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Neben vielen Wolken vor allem im Nordosten, am Alpenrand und im Schwarzwald auch Auflockerungen. Sonst meist trüb und gelegentlich etwas Schnee. Tagestemperaturen zwischen minus sieben und plus zwei Grad.

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