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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 02.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: In Ägypten hat die Armee die Menschen im Land per SMS aufgefordert, nach den Tagen des Protestes das "normale Leben" wiederaufzunehmen. Auf Gewalt müsse verzichtet werden. Zuvor hatte der angekündigte Verzicht von Ägyptens Staatschef Mubarak auf eine weitere Amtszeit die Protestbewegung in dem nordafrikanischen Land nicht zufriedengestellt. Nach der Fernsehansprache Mubaraks am Dienstagabend kam es im Zentrum von Alexandria zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern des Staatschefs. Im Zentrum von Kairo demonstrierten auch in der Nacht Tausende Menschen. Mit Sprechchören forderte die Menge Mubarak auf, nach fast drei Jahrzehnten an der Macht abzudanken. Auch US-Präsident Obama drängte den ägyptischen Staatschef, die friedliche Übergabe der Macht einzuleiten.

SANAA: Auch im Jemen hat Präsident Saleh unter dem Eindruck von Protesten auf eine weitere Verlängerung seiner Amtszeit verzichtet. Er kündigte an, angesichts seiner rund 30-jährigen Herrschaft wolle er nach Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2013 abtreten. Auch wolle er die Herrschaft nicht an seinen Sohn übertragen. Saleh äußerte sich vor angekündigten neuen Protesten in der Hauptstadt Sanaa. Die Demonstranten im Jemen fordern vor allem bessere Lebensbedingungen. Präsident Saleh gilt als einer der wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten bei der Bekämpfung des internationalen Terror-Netzwerkes El Kaida.

BRÜSSEL: Die Europäische Union plant, Daten von Flugpassagieren künftig automatisch an Terrorfahnder weiterzugeben. Einen entsprechenden Vorschlag legt die EU-Kommission an diesem Mittwoch vor. Nach der neuen Vorschrift sollen Fluggesellschaften verpflichtet werden, die Reservierungsdaten von Flügen aus EU-Staaten in andere Länder an die betroffenen Behörden weiterzuleiten. Umgekehrt sollen auch die Drittstaaten die Informationen an die zuständigen Behörden innerhalb der EU senden. Ziel ist, die Suche nach Terroristen und Schwerverbrechern zu verbessern. Der Vorschlag bedarf noch der Zustimmung des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat eine Reihe von Maßnahmen zur Steuervereinfachung beschlossen. Durch das Gesetzespaket sollen die Bürger um insgesamt knapp 600 Millionen Euro entlastet werden. Kern ist die Anhebung des Arbeitnehmerpauschbetrags von 920 auf 1.000 Euro im Jahr. Der Betrag deckt Kosten ab, die dem Bürger durch die Ausübung seines Berufs entstehen wie etwa die Fahrten zur Arbeit. Die Änderung gilt bereits ab dem laufenden Jahr. Finanzminister Schäuble wollte eine Erhöhung erst von 2012 an. Dagegen hatte sich aber die FDP erfolgreich gewehrt. Für den Steuerzahler bedeutet der höhere Pauschbetrag eine Ersparnis von höchstens drei Euro im Monat. Das Kabinett billigte außerdem eine Kürzung der Solarstrom-Subventionen und strengere Auflagen für Futtermittelhersteller als Konsequenz aus dem jüngsten Dioxin-Skandal.

CAIRNS: Dem Nordosten Australiens droht nach den schweren Überschwemmungen eine weitere Naturkatastrophe. Die ersten Ausläufer des mit 400 Kilometer Durchmesser riesigen Zyklons "Yasi" rissen im Bundesstaat Queensland südlich der Stadt Cairns schon die ersten Bäume um. Erwartet werden Windstöße von mehr als 300 Stundenkilometern. In einem Küstenbereich von 700 Kilometern würden meterhohe Wellen erwartet, "tsunamiähnlich", wie es hieß. Rund 300.000 Menschen sollen nach Behördenangaben der Aufforderung zur Abreise nicht gefolgt sein. Sie müssten sich nun vor Ort in Sicherheit bringen.

CHICAGO: Im Mittleren Westen der USA hat einer der heftigsten Schneestürme der vergangenen Jahrzehnte den Verkehr weitgehend lahmgelegt. Schnee, Hagel und Eisregen von Texas bis Maine führten zu etlichen tausend Flugausfällen. Allein am Dienstag wurden rund 20 Prozent aller Flüge in den USA gestrichen. Schulen wurden geschlossen, Schneeschaufeln, Streusalz und Notstromaggregate waren in vielen Baumärkten ausverkauft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bewölkt, örtlich noch etwas Schneeregen oder Schnee, später vor allem in der Mitte und im Südwesten Auflockerungen. Höchstwerte minus vier bis plus fünf Grad.

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