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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 01.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Vor der Großkundgebung gegen Präsident Mubarak haben die ägyptischen Behörden alle Überland-Verbindungen in die Hauptstadt Kairo unterbrochen. Züge und Busse fahren nicht mehr, die Zufahrtstraßen sind gesperrt. Auch Verbindungen für Mobiltelefone und Internet-Server werden nach Medienberichten gestört. Zu den landesweiten Protesten und einem Generalstreik hat ein Bündnis mehrerer Oppositionsgruppen aufgerufen. Die Gegner Mubaraks hoffen, dass allein in Kairo über eine Million Menschen auf die Straße gehen werden. Inzwischen versammelten sich etwa 100.000 Demonstranten in der Kairoer Innenstadt. Das Militär hatte klar gemacht, es erkenne die Legitimität der Forderungen des Volkes an und werde nicht auf friedliche Demonstranten feuern. Der neue ägyptische Vizepräsident Suleiman versprach einen Dialog und eine Verfassungsreform.

NÜRNBERG: Der harte Winter hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland weiter ansteigen lassen. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren im Januar 3,3 Millionen Menschen ohne Job - das sind 331.000 mehr als im Dezember 2010, aber 270.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,7 Punkte auf 7,9 Prozent zu.

WASHINGTON: Ebenso wie die Europäische Union haben auch die USA ihre Sanktionen gegen Weißrussland verstärkt. Nach Angaben des US-Außenministeriums wurden Geschäftsbeziehungen zu zwei Tochterfirmen des staatlichen weißrussischen Ölkonzerns verboten. Außerdem wurde die Liste von Personen erweitert, gegen die Reisebeschränkungen bestehen. Die EU hatte die Konten von mehr als 100 Funktionären eingefroren und Einreiseverbote für mehr als 150 Vertreter des Regimes von Präsident Lukaschenko wieder in Kraft gesetzt. Der autoritär regierende Machthaber Weißrusslands kündigte nicht näher bezeichnete Gegenmaßnahmen an.

KHARTUM: Im Sudan haben die Behörden nach dem Ausbruch von Studentenprotesten ihren Druck auf die wenigen unabhängigen Medien des Landes verstärkt. Wie die Zeitung "Sudan Tribune" berichtete, verschärften die Behörden die Zensurbestimmungen und beschlagnahmten die Druckausgaben zweier Tageszeitungen. Einem dritten Blatt wurde die Schließung angedroht, sollte es weiter über die Proteste gegen die Regierung berichten. Schon am Sonntag waren mindestens sieben Journalisten vorübergehend festgenommen worden, die über die Demonstrationen berichtet hatten. Bei Zusammenstößen mit der Polizei war ein Student ums Leben gekommen.

SEOUL: Nach den schweren Spannungen mit Nordkorea in den vergangenen Monaten hat sich der Süden für eine Kurswende aufgeschlossen gezeigt. Südkoreas Präsident Lee erklärte, er sei unter Bedingungen zu direkten Gesprächen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il bereit. Er forderte Nordkorea auf, die Gelegenheit zu ergreifen, um der internationalen Gemeinschaft zu zeigen, dass es sich ändern wolle. Schon bei den geplanten Gesprächen zwischen Militärvertretern beider Länder könne Südkorea testen, wie ernsthaft es Nordkorea mit dem Dialog sei, sagte Lee.

RANGUN: In Birma hat erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Parlament wieder damit begonnen, über die Zusammensetzung der Regierung zu entscheiden. Letztlich geschieht aber nichts gegen den Willen der herrschenden Militärjunta, da deren Anhänger eine Mehrheit von 80 Prozent in der Volksvertretung haben. Die Abgeordneten bestimmten fünf Vizepräsidentschafts-Kandidaten, von denen einer der Präsident werden soll.

BERLIN: Deutschland ist nach Angaben von Bundesentwicklungsminister Niebel bereit, den Wiederaufbau des Irak zu unterstützen. Zum Beginn einer dreitägigen Reise in das Land betonte der FDP-Politiker, ein stabiler Irak sei auch im deutschen Interesse. In Bagdad will Niebel mit Staatspräsident Talabani und Premierminister al-Maliki zusammentreffen. Dabei stehen die politische Situation nach der Regierungsbildung im Irak sowie die Fortschritte des wirtschaftlichen Wiederaufbaus im Zentrum der Gespräche.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Richtung Küsten wolkig, abends Regen. Sonst nach Nebelauflösung heiter und trocken. Tagestemperaturen minus drei bis plus drei Grad Celsius. Am Vormittag meldeten bei bedecktem Himmel: Hamburg: minus 3 Grad, Berlin: minus 5 Grad, Dresden: minus 10 Grad, Köln/Bonn: minus 5 Grad, Frankfurt am Main: minus 5 Grad sowie München: minus 7 Grad.

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