1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 01.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Bei einem Autobombenanschlag auf eine Kirche der koptischen Christen in der ägyptischen Stadt Alexandria sind nach offiziellen Angaben mindestens 21 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei kurz nach dem Jahreswechsel gezündet worden, sagte der Gouverneur von Alexandria. An der Messe sollen fast 1000 Menschen teilgenommen haben. Zu der Tat bekannte sich bisher niemand. Die Kopten stellen etwa zehn Prozent der überwiegend muslimischen Bevölkerung Ägyptens. Die Zahl der gewalttätigen Übergriffe auf Christen hat in Ägypten in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

ABUJA: Bei der Explosion auf einem Marktplatz der nigerianischen Hauptstadt sind nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Rund 13 weitere seien bei der Detonation verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Nigerias Präsident Jonathan sprach von einem Bombenanschlag und machte eine Islamistengruppe für die Tat verantwortlich.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat ein Entspannungssignal in Richtung Seoul gesendet, Die Konfrontation zwischen Nord und Süd sollte so früh wie möglich entschärft werden, hieß es in einem gemeinsamen Neujahrsleitartikel offizieller Zeitungen des Landes. Mehr als fünf Wochen nach dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel durch nordkoreanische Artillerie und nach teils kriegerischen Drohgebärden schlugen die Zeitungen einen versöhnlicheren Ton an. Ein direktes Dialogangebot an die südkoreanische Regierung machte die Führung in Pjöngjang nicht.

RIO/NEW YORK/BERLIN: Am legendären Copacabana-Strand in Rio de Janeiro haben etwa zwei Millionen Brasilianer bei sommerlichen Temperaturen mit heißen Sambarhythmen und Feuerwerk das neue Jahr begrüßt. In New York versammelten sich traditionell zum Jahreswechsel rund eine Million Menschen am Times Square. Auf der größten Sylvesterfeier Deutschlands hatten in Berlin ebenfalls etwa eine Million Menschen das neue Jahr gefeiert. In Paris stießen auf den Champs Elysées rund 350.000 Menschen auf 2011 an, in London eine Viertelmillion.

BRASILIA: In Brasilien tritt mit der Linkspolitikerin Dilma Rousseff erstmals eine Frau das Präsidentenamt im fünftgrößen Land der Erde an. Zur Amtseinführung werden in Brasília Vertreter aus 47 Ländern erwartet, darunter vor allem Staats- und Regierungschefs aus Lateinamerika und Afrika. Die USA werden von Außenministerin Clinton vertreten. Die 63-jährige Ökonomin hatte sich am 31. Oktober in einer Stichwahl gegen den Oppositionskandidaten José Serra durchgesetzt. Rousseff gilt als Vertraute des bisherigen Präsidenten da Silva, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl antreten durfte.

LA PAZ: Der bolivianische Präsident Morales hat nach Ausschreitungen eine starke Erhöhung der Benzinpreise zurückgenommen. In einer Radio- und Fernsehansprache sagte er, mit der Kehrtwende sollten weitere Proteste unterbunden werden. Zuletzt waren in La Paz und weiteren Städten im Westen des Landes Polizisten bei Zusammenstößen im Zusammenhang mit der Erhöhung der Benzinpreise verletzt worden. Die Regierung hatte zuvor die bis dahin stark subventionierten Benzinpreise um 83 Prozent angehoben.

NEW YORK: Deutschland hat seit dem 1. Januar für die Dauer von zwei Jahren einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen inne. Der Sicherheitsrat ist das einzige UN-Gremium, dessen Beschlüsse für alle Mitglieder bindend sind. Er besteht aus 15 Nationen, von denen zehn nichtständige Mitglieder für zwei Jahre sind. Die fünf ständigen Mitglieder sind die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China. Nur sie können mit einem Veto wichtige Vorhaben zu Fall bringen.

BUDAPEST: Ungarn übernimmt als Nachfolger Belgiens für sechs Monate die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union. Erklärte Schwerpunkte Budapests bei der EU-Arbeit sind eine engere Verzahnung der Wirtschaftpolitik der Mitgliedsstaaten, um die EU gegen künftige Finanzkrisen abzusichern, eine gemeinsame Donau-Strategie sowie die Aufnahme Kroatiens in die Gemeinschaft. Überschattet wird die Ratspräsidentschaft durch die heftige Kritik am neuen ungarischen Mediengesetz, das international als Angriff auf die Pressefreiheit gewertet wird.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An der Küste und im Süden meist trocken und örtlich aufgelockert und sonnig. Sonst viele Wolken mit Regen oder Schneeregen. Die Höchstwerte erreichen minus zwei bis plus fünf Grad.

Die Redaktion empfiehlt