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Kultur

Lance Armstrong gewinnt Tour de France

Der Amerikaner Lance Armstrong hat zum fünften Mal nacheinander die Tour de France gewonnen. Armstrong genügte auf der letzten Etappe nach Paris ein Platz im Hauptfeld, um seinen Vorsprung vor Jan Ullrich zu behaupten.

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Tour-Sieger Armstrong in der Mitte, daneben Ullrich und Winokurow

Das Duell zwischen Lance Armstrong und Jan Ullrich hat die Jubiläums-Tour zu einer Hitchcock-Rundfahrt gemacht, die die Sportwelt 23 Tage lang in Atem hielt. Bei seinem fünften Erfolg hintereinander musste der 31-jährige Amerikaner so viel Widerstand brechen wie noch nie seit Beginn seiner Siegesserie 1999. "Ich bin müde, aber glücklich", sagte Armstrong nach seinem fünften Tour-Erfolg in Folge. "Das war der schwierigste meiner fünf Siege, aber ich werde im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein und versuchen zum sechsten Mal zu gewinnen."

Herausforderer Ullrich, trotz ungünstiger Voraussetzungen so stark wie seit seinem Erfolgsjahr 1997 nicht mehr, wurde bei seiner sechsten Teilnahme zum fünften Mal Zweiter. "Dieser zweite Platz ist für mich wie ein Sieg. Ich hätte nie gedacht, dass ich Lance Armstrong überhaupt so nahe kommen könnte. Ich war zwischendurch sogar bis auf 15 Sekunden dran, habe dann allerdings meine Chance nicht nutzen können", sagte er nach der Schlussetappe. Nach 3427,5 Kilometer trennten Ullrich am Sonntag (27.7.2003) zum Ende der 100. Großen Schleife nur rund eine Minute von Armstrong, der als fünfter Fahrer in die Reihe der Fünffach-Gewinner der Tour de France aufstieg.

"Jetzt erst recht"

Zur größten Überraschung neben Ullrich, der Armstrong für 2004 mit den Worten "jetzt erst recht" Revanche ankündigte, wurde sein ehemaliger Team-Kollege Alexander Winokurow. Der Olympia-Zweite aus Kasachstan wurde hinter den beiden Tour-Giganten auf dem Pariser Champs Elysees Dritter mit 4:29 Minuten Rückstand. Der Amerikaner Tyler Hamilton fuhr mit einem Haarriss im Schlüsselbein, den er sich beim Massensturz auf der ersten Etappe zugezogen hatte, auf Rang vier.

Zum insgesamt sechsten Mal seit 1994 erreichte Richard Virenque als 'Berg-König' die Hauptstadt; auch dies ein Rekord, der zuvor nur dem Spanier Federico Bahamontes und dem Belgier Lucien van Impe gelang. Das Grüne Trikot des besten Sprinters holte sich erstmals Baden Cooke. Zum besten Jungprofi wurde der Russe Denis Mentschow im Weißen Trikot gekürt. Die Mannschaftswertung gewann nach drei Tagessiegen das dänische CSC-Team unter dem Telekom-Toursieger von 1996, Bjarne Riis.

Französischer Überraschungssieger

Jean-Patrick Nazon gewinnt überraschend den Sprint

Jean-Patrick Nazon gewinnt die letzte Tour-Etappe.

Die Schlussetappe über 152 Kilometer Kilometer von Ville d'Avray auf den Champs Elysees wurde für die Tour-Größen Armstrong und Ullrich zur Tour d'Honneur. Den Prestigesieg auf der Prachtstraße holte sich schließlich der Franzose Jean-Patrick Nazon im Massenspurt vor den beiden Australiern Baden Cooke und Robbie McEwen. (mik)

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