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Fit & gesund

Lakritze - unbedenkliche Nascherei?

Die Dosis macht das Gift. Besonders deutlich wird das beim Naschen: Ein bisschen ist vollkommen unbedenklich. Zuviel verursacht Übergewicht und Herzkrankheiten. Kalorienarm ist dagegen die Süßholzwurzel. Daraus wird Lakritze hergestellt. Aber auch bei Lakritze gilt: ein wenig kann richtig gesund sein, aber zuviel kann schnell gefährlich werden!

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Schon die alten Römer tranken auf ihren Feldzügen Süßholzwurzeltee gegen Erkältung. Denn die Wurzeln der Süßholzpflanze lindern Halsschmerzen und machen die Stimme geschmeidig. Die Zubereitung eines Tees ist ganz einfach: Man nimmt klein geschnittene und getrocknete Wurzel, übergießt etwa einen Teelöffel pro Tasse mit kochendem Wasser und lässt den Tee 5-10 min ziehen. Der hat in erster Linie antivirale, antibakterielle und entzündungshemmende Effekte. Die werden ausgenutzt zur Therapie von Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren. Dabei kommen die durchblutungsfördernden Eigenschaften der Süßholzwurzel der Magenschleimhaut zugute. Die Schleimproduktion wird erhöht, die Schutzfunktion der Magenschleimhaut dadurch gestärkt. Die beliebteste Verwendung der Süßholzwurzel heißt jedoch: Lakritze! Dazu wird sie geraspelt und eingekocht. Hinzu kommen Zucker, Stärke und Aromen wie Salmiak. Doch wie genau die Süßigkeit wirkt und welche Dosis am besten ist - daran wird noch geforscht. Denn: Lakritze kann auch gefährlich werden. Übermäßiger Konsum kann nämlich Bluthochdruck und Wasseransammlungen auslösen. Bei Männern kann überdies der Testosteronspiegel sinken - schlecht für Potenz und Libido. Verantwortlich für all diese unerwünschten Wirkungen sind Veränderungen des Mineralstoffwechsels. Es kommt zu einer vermehrten Aufnahme von Natrium und Wasser und zu einer vermehrten Ausscheidung von Kalium. Die Kalium-Verluste können im Extremfall Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche auslösen. In kleinen "naschüblichen" Mengen ist Lakritze ungefährlich. Deutsche Experten raten: Nicht mehr als 50 Gramm Lakritze täglich!