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Fußball

Lahm tritt als Nationalspieler zurück

Philipp Lahm beendet nach dem Gewinn des WM-Titels in Brasilien seine Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft. Die Entscheidung sei schon vor dem Turnier mit dem glorreichen Ende gereift.

Philipp Lahm hat völlig überraschend seine Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft beendet. Am Freitagmorgen teilte er DFB-Präsident Wolfgang Niersbach seine Entscheidung mit. Bundestrainer Joachim Löw wusste nach Angaben des Kapitäns bereits einen Tag nach dem größten Triumph des 30-Jährigen mit dem WM-Titel in Brasilien Bescheid. "Ich habe Jogi Löw bereits am Montag mitgeteilt, dass ich aus der Nationalmannschaft zurücktreten werde. Dieser Entschluss ist in mir während der letzten Saison gereift", zitierte ihn die "Bild"-Zeitung. "Er war in den zehn Jahren bei der Nationalmannschaft nicht nur ein herausragender Spieler, sondern immer ein absolutes Vorbild. Ich habe ihm für all das gedankt, was er für den DFB geleistet hat", erklärte Niersbach in einer Mitteilung auf der Verbands-Homepage. Er habe in dem Telefonat "sehr schnell gemerkt, dass es aussichtslos ist, ihm seine Entscheidung ausreden zu wollen".

WM-Titel als Karriere-Höhepunkt

Braziliens Präsidentin Dilma Rousseff (2.v.l.) und FIFA-Präsident Sepp Blatter (2.v.r.) und Bundespräsident Joachim Gauck (r.) bei der WM-Pokal-Übergabe an Philipp Lahm (l.) (Foto: REUTERS/Kai Pfaffenbach)

Karriere-Höhepunkt: Lahm bekommt den WM-Pokal

Das Endspiel gegen Argentinien (1:0 nach Verlängerung) war Lahms 113. A-Länderspiel für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und zugleich der Höhepunkt in der internationalen Karriere des erfolgreichen FC-Bayern-Profis. Lahm hatte am 18. Februar 2004 bei einem 2:1-Sieg in Kroatien debütiert. In seiner mehr als zehnjährigen Länderspiel-Laufbahn gelangen dem Defensivakteur fünf Tore, das berühmteste davon war wohl der erste Treffer beim 4:2 im Auftaktspiel der WM 2006 gegen Costa Rica. Lahm hatte zusammen mit der Mannschaft noch am Dienstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin den vierten WM-Titel für Deutschland gefeiert. "Vielleicht wird mir das erst in ein paar Tagen gelingen, vielleicht erst in ein paar Wochen oder Monaten. Vielleicht dauert es auch ein paar Jahre, bis mir die Bedeutung dieses Titels wirklich bewusst wird", sagte Lahm zuletzt in einem Interview des Magazins "Stern".

Drei WM-Turniere auf drei Kontinenten

Der Abwehr- und defensive Mittelfeldspieler hatte schon 2006 zu den Leistungsträgern und Mit-Garanten des Sommermärchens bei der WM in Deutschland gezählt. 2010 in Südafrika und jüngst in Brasilien führte er die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw als Kapitän aufs Feld. In Brasilien hatte Lahm bereits anklingen lassen, dass dies sein letztes Turnier für die DFB-Truppe sein könnte. "Ich finde es schön, drei Weltmeisterschaften auf drei verschiedenen Kontinenten erlebt zu haben. Ob es die letzte ist, werden wir alle sehen", sagte er. Seine Zukunft beim FC Bayern hatte der gebürtige Münchner bereits vor dem Abflug nach Südamerika geklärt, als er seinen Kontrakt vorzeitig bis 2018 verlängerte.

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