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Fit & gesund

Lagerungsschwindel - was hilft, wenn sich alles dreht

Alles dreht sich, die Erde scheint unter einem zu schwanken. Schwindel ist eines der häufigsten Symptome, mit denen Menschen zum Arzt gehen und auf Hilfe hoffen. Was dahinter steckt, ist oft nicht einfach zu finden. Mit am häufigsten ist ein so genannter gutartiger Lagerungsschwindel.

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Ein winziger Anlass genügt, um Lagerungsschwindel auszulösen: Wenn man sich hinlegt oder aufsteht oder auch einfach nur im Bett herumdreht. Die Schwindelattacke ist meist nach einer halben Minute wieder vorbei. In großen Krankenhäusern gibt es Spezialsprechstunden für Schwindelpatienten. Und auch der Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann die Diagnose stellen. Dabei hilft die Frenzelbrille, eine Spezialbrille mit extrem dicken Gläsern, die verhindert, dass man sich im Raum orientieren kann. Wenn der Patient sie aufgezogen hat und sich dann hinlegt, kann ein Schwindelanfall simuliert werden. Charakteristisches Augenzucken weist dann auf die Diagnose Lagerungsschwindel hin. Und der kann gut behandelt werden. Er entsteht, wenn die Ohrsteinchen im Innenohr verrutschen. Mithilfe der Ohrsteinchen, kleiner Kalziumkristalle, gibt der Körper Informationen über Kopfbewegungen und Kopfposition an das Gleichgewichtszentrum im Gehirn weiter. Nach Kopfverletzungen oder im Alter, wenn sie nicht mehr so gut an ihrer Position haften, rutschen die Kristalle in die hinteren Bogengänge. Bewegen wir den Kopf, reizen die Kristalle dort das Gleichgewichtsorgan und lösen Schwindel aus. Durch eine bestimmte Folge von schnellen Kopf-Bewegungen, die der Arzt beim Patienten durchführt bzw. der Patient später selber lernt, werden die Kristalle weggespült - an Stellen, wo sie keinen Schwindelreiz auslösen. Die Methode wirkt rabiat, ist aber erfolgreich. Experten schätzen, dass 80 Prozent der Patienten durch diese Manöver schon von ihrem Schwindel befreit sind und durch zwei bis drei Manöver fast alle Patienten.