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Kultur

Lagerfeld: Demo auf dem Laufsteg

Die Pariser Fashion Week neigt sich dem Ende zu. Karl Lagerfeld setzte zum Abschluss mehrere politische Statements mit seiner Chanel Fashion Show. Seine Models liefen mit Transparenten über den Laufsteg.

Die Kulisse des Laufstegs war als Pariser Straße mit Stadtpalästen und dem Schild "Boulevard Chanel" gestaltet. Die Models kamen, angeführt von Top-Model Gisele Bündchen mit Megafon, zum spektakulären Abschluss der Schau als Demonstrantinnen heraus.

Auch ein Männermodel war dabei mit einem "HeForShe"-Zeichen - eine Anspielung auf die Ansprache der Schauspielerin und Sonderbotschafterin für Frauenrechte Emma Watson vor den Vereinten Nationen. Gleichberechtigung sei auch eine Angelegenheit der Männer, sagte sie zum Start der neuen UN-Gleichstellungskampagne "HeForSHe" Mitte September 2014.

"Make fashion not war"

Doch Lagerfeld bezieht nicht nur Stellung zu Frauenrechten. Mit Statements wie "Make fashion not war" scheint er auch die aktuelle weltpolitische Lage zu thematisieren. Doch das Hauptaugenmerk von Karl Lagerfeld in der Saison "Spring/Summer 2015" liegt auf den Rechten für Frauen. Auch in modischer Hinsicht ist alles auf das Thema Protest abgestimmt: Die Schuhe flach und praktisch, die Taschen sind mottogetreu mit Peace-Zeichen und Parolen verziert, das Megafon trug das typische Chanel-Logo. Wird politisches Engagement zum "Must-Have" der nächsten Saison?

Die Kollektionen der anderen Designer zeichnen sich eher durch Leichtigkeit aus. Die Pariser setzten bei den Prêt-à-Porter-Schauen stark auf Mädchenhaftigkeit und schwebende Stoffe: Hauchdünne Sport-Blousons und Regenmäntel, Radlerhemden und luftige Sommerkleider mit Schlitzen oder Volants liegen im Trend.

ag/so (dpa)

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