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Wirtschaft

Lage in Griechenland kritisch, aber stabil

Die Ratingagentur S&P stuft Griechenlands Banken als hochriskant, aber noch stabil ein. Derweil meldet Athen ein leichtes Wachstum und einen Erfolg bei einem großen Privatisierungsvorhaben.

Eines der größten Privatisierungsprojekte in Griechenland, der Verkauf des früheren Athener Flughafens Hellenikon, ist abgeschlossen worden. Am Freitag gab der griechische Privatisierungsfonds TAIPED die Unterzeichnung des Kaufvertrages über 915 Millionen Euro mit einem Konsortium aus Griechenland, China und Abu Dhabi bekannt.

Der Investor Lamda Development S.A. verpflichtete sich, weitere 1,2 Milliarden Euro in die Infrastruktur zu investieren. Auf der 650 Hektar großen Immobilie an der Athener Küste sollen unter anderem Luxuswohnungen, Fremdenverkehrsanlagen, Shoppingcenter und ein großer Park entstehen.

Die Privatisierungen sind ein Kernpunkt der Vereinbarungen Griechenlands mit seinen internationalen Geldgebern. Von dem 2010 formulierten Ziel, 50 Milliarden Euro einzusammeln, ist man aber längst abgekommen. Die Einnahmen sollen bis Ende 2016 im besten Falle bei einer Gesamtsumme von knapp 9,7 Milliarden Euro liegen.

Wachstum beim BIP

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat nach dem europäischen Banken-Stresstest die Bonitätsnoten von vier griechischen Banken bestätigt. Trotz der beim Test zu Tage getretenen Kapitallücken bei der Eurobank und der National Bank of Greece sieht S&P keinen Grund für eine Herunterstufung, wie die Ratingagentur am Freitag mitteilte. Das aktuelle Rating von "CCC+" spiegele die Risiken bereits hinreichend wider. Bei der Eurobank hatte sich im Gesundheitscheck eine Kapitallücke von 1,76 Milliarden Euro aufgetan, bei der National Bank of Greece von 0,93 Milliarden Euro.

Auch die Bonitätsnoten der Alpha Bank und der Piraeus Bank, die den Stresstest bestanden hatten, beließ die Ratingagentur bei "CCC+". Der Ausblick sei bei allen vier Banken stabil, erklärte S&P.

Mit der Bonitätsnote "CCC+" gelten die Papiere der griechischen Banken zwar als hochriskant, S&P rechnet aber nicht mit kurzfristigen Zahlungsausfällen. Die EU werde Griechenland weiter unterstützen und die griechische Wirtschaft stabilisiere sich allmählich, erklärten die Bonitätswächter. Zwischen Juli und September hatte Griechenland mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,7 Prozent zum Vorquartal das stärkste Wachstum aller Euro-Länder geschafft..

dk/bea (dpa/rtr)