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Nahost

Lage für Palästinenser im Irak immmer schlechter

Die Sicherheitslage von Palästinensern im Irak wird nach Einschätzung des UN-Flüchtlingshilfswerks immer dramatischer. So erhielten rund 100 Familien in Bagdad Briefe mit Morddrohungen, wie das UNHCR am Freitag (24.3.2006) in Genf berichtete. Unter der palästinensischen Bevölkerung herrsche ein Klima der Angst. Mitglieder einer Gruppe von 88 irakischen Palästinensern, denen die Grenzbehörden die Ausreise verweigerten, berichteten dem Flüchtlingshilfswerk, dass ihre Situation angesichts von Drohungen, Morden und Entführungen unerträglich geworden sei. Die Gruppe war im jordanisch-irakischen Grenzgebiet festgehalten worden und will unter keinen Umständen in den Irak zurück.

Den UN-Angaben zufolge leben rund 34.000 Palästinenser im Irak. Viele verstehen sich als Flüchtlinge, die wegen der israelischen Besetzung ihr Land verlassen mussten. Unter dem Regime von Saddam Hussein genossen sie eine relativ privilegierte Stellung, was viele Iraker als unfair ansahen. Nach dem Sturz des Regimes gibt es immer wieder Berichte über gezielte Anfeindungen und Gewalt gegen Palästinenser.

  • Datum 24.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/89eN
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