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Filmpreis

"La La Land" räumt bei Golden Globes ab

Der deutsche Beitrag "Toni Erdmann" ist bei der Verleihung der Golden Globes in Los Angeles nicht ausgezeichnet worden. Großer Abräumer war die Musical-Romanze "La La Land".

Der Film "Moonlight" von Regisseur Barry Jenkins hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Der große Abräumer der Preis-Gala war aber die Musical-Romanze "La La Land" mit sieben Trophäen, darunter die für die beste Komödie, für Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle, für die Hauptdarsteller Emma Stone und Ryan Gosling (Artikelbild) und die Filmmusik. Das ist neuer Rekord bei den Globes.

Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert wurde für "Elle" mit dem Golden Globe als beste Drama-Schauspielerin ausgezeichnet. Casey Affleck nahm seinen ersten Golden Globe als bester Drama-Darsteller für seine Rolle in dem berührenden Familiendrama "Manchester by the Sea" entgegen.

Deutsche Hoffnungen wurden in der Globe-Nacht enttäuscht. Die Vater-Tochter-Geschichte "Toni Erdmann" von Regisseurin Maren Ade ging leer aus: Den Preis in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" holte "Elle" nach Frankreich.

Meryl Streep hält Rede gegen Trump

Schauspielerin Meryl Streep hielt bei der Verleihung eine engagierte Rede gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle", sagte Streep unter Tränen bei der Entgegennahme des Cecil B. Demille Preises für ihr Lebenswerk.

Die eindrücklichste Szene des Jahres sei für sie nicht in einem Film gewesen, sondern als Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe. "Dieser Instinkt, andere zu demütigen, zieht sich in den Alltag von uns allen."

Beim Kurznachrichtendienst Twitter lobten viele Streeps Auftritt. So auch Regisseur Michael Moore: "Ein überwältigender Moment, wie wir ihn selten im Fernsehen sehen."

Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Die Verleihungszeremonie findet traditionell bei einem lockeren Gala-Dinner statt.

gri/jm (dpa, afp)

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