Löws Wackelkandidaten im DFB-Team | Sport | DW | 14.05.2018
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Nationalmannschaft

Löws Wackelkandidaten im DFB-Team

Am Dienstag gibt Joachim Löw den WM-Kader für Russland bekannt. Die große Frage wird sein, wie der Bundestrainer mit den Wackelkandidaten umgehen wird? Und davon gibt es vor diesem Turnier einige.

Bundestrainer Joachim Löw (Foto: Reuters/W. Rattay)

Bundestrainer Joachim Löw

Womöglich werden einige deutsche Fußballprofis in der Nacht zu Dienstag unruhige Stunden verbringen. Joachim Löw benennt an diesem Tag den Kader für die WM in Russland (14. Juni bis 15 Juli). Maximal 35 Spieler konnte der DFB benennen und diese Liste musste bei der FIFA bereits eingereicht sein. Ob der Bundestrainer das gesamte Planungsreservoir ausschöpfen wird, ist allerdings fraglich.

Aber es werden aller Voraussicht nach doch eine große Anzahl an Spielern gelistet werden, denn Löw hat einige Wackelkandidaten in seinem Team, bei denen ihm die Entscheidung nicht ganz leicht fallen dürfte. 

Torhüternominierung ist sehr sensibel

Torhüter Manuel Neuer ist wieder im Training (Foto: picture-alliance/SvenSimon)

Torhüter Manuel Neuer ist wieder im Training

Allen voran muss Löw eine Lösung in der Causa Manuel Neuer finden. Nimmt er den Torhüter mit, obwohl dieser über sieben Monate nicht mehr gespielt hat? Eine sehr sensible Frage für den 58-Jährigen: Sollte Löw sich dazu entscheiden, benötigt das Team aber wohl noch drei weitere Torhüter, falls Neuer seinen Fitness- und Trainingszustand womöglich doch nicht mehr auf das höchste Level schrauben kann. 

Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen) dürften ohnehin gesetzt sein. Kevin Trapp (Paris St. Germain) oder Sven Ulreich (FC Bayern) wären die nahe liegendsten weiteren Optionen.   

Schaffen es Boateng und Can rechtzeitig zurück?

Und auch in der Innenverteidigung stellt sich eine ganz entscheidende Personalfrage: Schafft es Jerome Boateng noch rechtzeitg, seine Oberschenkelverletzung auszukurieren?  "Die Verletzung ist schon verdammt bitter. Aber ich bin ein Kämpfer und gebe nie auf", sagte Boateng unlängst. Mittlerweile ist der 29-Jährige wieder im Lauftraining und dürfte am Trainingslager in Südtirol (23. Mai bis 7. Juni) teilnehmen können. In welchem Umfang, wird sich allerdings wohl erst vor Ort klären. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Münchner in Russland dabei sein wird, ist allerdings hoch.

Emre Can in der Nationalmannschaft in Aktion (Foto. Reuters/K. Pfaffenbach)

Emre Can kann gleich mehrere Positionen spielen - eigentlich ein Plus, das Löw schätzt

Mittelfeldspieler Emre Can (FC Liverpool) hat mit massiven Rückenproblemen zu kämpfen und musste die Saison in der Premier League bereits rund sechs Wochen vor dem Ende abschließen. Auch seine Teilnahme in Russland ist noch nicht gesichert. Auch bei dem 24-Jährigen dürfte sich die Frage stellen, ob Löw ihm zutraut, dass er bei der WM wieder zu seiner besten Form findet. 

Wie viele Stoßstürmer dürfen es sein?

Wird sich Joachim Löw dieses Mal für einen oder gar zwei echte Mittelstürmer entscheiden? In Brasilien favorisierte Löw noch die "falsche Neun" mit Mario Götze. In dieser Spielzeit präsentierten sich Mario Gomez (VfB Stuttgart) und auch Sandro Wagner (FC Bayern) allerdings in bestechender Form und dürften den Bundestrainer zumindest ins Grübeln kommen lassen, ob er seine Strategie verändert. Bei der EURO 2016 hat Gomez seine Nominierung mit zwei Toren gerechtfertigt. Darf er diesmal wieder mitfahren?

Wie reagiert der Bundestrainer bei Mario Götze?

Mario Götze (Foto: Getty Images/Bongarts/C. Koepsel)

Bekommt Mario Götze wieder das Vertrauen?

Weniger um Verletzungssorgen, sondern vielmehr allein um eine Formfrage dürfte es sich bei der Personalie Mario Götze handeln. Schenkt Löw dem WM-Final-Torschützen von Brasilien sein Vertrauen? Zuletzt hatte der Bundestrainer Götze bei den Länderspielen nicht mehr berücksichtigt. Wird er seine Meinung vor der WM ändern?        

Kleinere Verlezungssorgen plagen derzeit Mesut Özil (Rücken) und Mats Hummels (Knöchel), deren Teilnahme ist aber nicht in Gefahr. Unter keinen Umständen dabei sein können Lars Stindl und Serge Gnabry aufgrund von Verletzungen. 

Der Dienstag verspricht für viele Spieler, aber auch für die Fußball-interessierte Öffentlichkeit ein besonders spannender Tag zu werden.  

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