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Aktuell Afrika

Löwen-Volk in Äthiopien entdeckt

Es ist eine kleine Sensation: Im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Sudan konnten Forscher die Existenz bislang unbekannter Löwen nachweisen. Der König der Tiere ist in vielen Regionen Afrikas vom Aussterben bedroht.

Ein Löwe in einem Schutzgebiet in Südafrika (Archivbild: dpa)

Löwe in einem Schutzgebiet in Südafrika

Das bislang unbekannte Löwen-Volk wurde im Alatash Nationalpark gesichtet, der im Nordwesten Äthiopiens in der Grenzregion zum Sudan liegt. Zunächst hatten Anwohner von Fußspuren der Raubkatzen berichtet. Nun bestätigte eine internationale Forschergruppe um Hans Bauer von der britischen Universität Oxford die Entdeckung.

Wie Expeditionsleiter Bauer in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba weiter bekannt gab, war es gelungen, mit Kamerafallen Fotos von den Löwen zu machen. Bauer geht davon aus, dass auch im benachbarten Dinder Nationalpark im Sudan Löwen dieser bislang unbekannten Population leben.

100 bis 200 Löwen

Da es deutliche Spuren gebe und diese leicht zu finden gewesen seien, müsse es in der gesamten Region 100 bis 200 dieser Raubkatzen geben, schlussfolgerte der Fachmann. Davon leben laut seiner Schätzung zwischen 27 und 54 im Alatash Nationalpark.

Drei Jungtiere in einem Reservat in Südafrika (Foto: dpa)

Jungtiere in einem Reservat in Südafrika

Die Tierschutzstiftung Born Free sprach von einer "enorm wichtigen Entdeckung", da die Löwenpopulation in ganz Afrika in den vergangenen Jahrzehnten bedrohlich zurückgegangen ist. Gab es Anfang des 20. Jahrhunderts noch etwa 500.000 Löwen in Afrika, schrumpfte ihr Bestand bis 1950 auf unter 200.000. Heutzutage leben auf dem Kontinent laut Schätzungen noch etwa 20.000 dieser Großkatzen, vornehmlich in Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe.

se/rb (afp, ape)

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