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Fußball

Löw verzichtet auf Ballack

Bei den EM-Qualifikationsspielen in Belgien und gegen Aserbaidschan gehört Michael Ballack nicht zum Aufgebot. Damit ging Bundestrainer Löw einer Entscheidung in der umstrittenen Kapitänsfrage noch aus dem Weg.

Bundestrainer Löw und Michael Ballack bei einem Training der Nationalmannschaft. Foto: AP

Löw lässt Ballack schmoren

Joachim Löw informierte Michael Ballack telefonisch über seine Entscheidung. "Es war ein gutes und vertrauensvolles Gespräch", ließ der Bundestrainer über den Deutschen Fußball-Bund mitteilen. "Michael ist drei Monate nach seiner schweren Verletzung auf einem guten Weg, und alle sind mit dem Genesungsprozess zufrieden. Wichtig wird nun sein, dass er in den nächsten Wochen in Leverkusen zu seiner optimalen Form zurückfindet." Die hat Ballack auch nach Meinung seines Leverkusener Vereinstrainers Jupp Heynckes noch nicht. Heynckes schonte den 33-Jährigen am Donnerstag (26.08.2010) beim Rückspiel der Europa-League-Qualifikation in Simferopol in der Ukraine, damit Ballack "zuerst regeneriert, um sich am Sonntag beim Bundesligaspiel gegen Mönchengladbach in einer wesentlich besseren Form vorzustellen als letzte Woche in Dortmund".

Michael Ballack lässt sich Wasser aus einer Trinkflasche übers Gesicht laufen. Foto: AP

Beim Bundesliga-Start der Leverkusener in Dortmund (2:0) hatte Ballack 90 Minuten durchgespielt

Lahm bleibt vorerst Kapitän

Ballack selbst hatte zuletzt bekundet, er würde es begrüßen, wenn Bundestrainer Joachim Löw ihn für die beiden EM-Qualifikationsspiele in Brüssel gegen Belgien (03.09.2010) und in Köln gegen Aserbaidschan (07.09.2020) einlade. In der DFB-Mitteilung heißt es jetzt, es habe "Einigkeit" zwischen Löw und Ballack bestanden, auf eine Berufung zu verzichten. Damit ist der Bundestrainer vorerst auch nicht gezwungen, sich festzulegen, wer künftig Kapitän der Nationalmannschaft ist. Philipp Lahm wird auch bei den nächsten beiden Spielen die Kapitänsbinde tragen. Der Münchner hatte in einem Zeitungsinterview noch einmal bekräftigt, dass er Kapitän bleiben wolle.

Adler und Westermann wieder dabei

Torwart Rene Adler bei einer Pressekonferenz des DFB. Foto: AP

René Adler gehört zum Aufgebot

Im Kader von 21 Spielern für die ersten Pflichtspiele nach der Weltmeisterschaft in Südafrika stehen 17 WM-Teilnehmer. Torhüter René Adler und Abwehrspieler Heiko Westermann, die - wie Michael Ballack - in Südafrika wegen Verletzungen gefehlt hatten, kehren in das Nationalteam zurück. Zudem berief Bundestrainer Löw mit Christian Träsch und Sascha Riether zwei Spieler, die beim ersten Länderspiel nach der WM im August in Dänemark (2:2) schon dabei waren. Löw will gegen Belgien und Aserbaidschan erfolgreich in die Qualifikation für die EM 2012 starten: "Wir wollen in beiden Begegnungen an unsere Leistungen bei der WM anknüpfen."

Das Aufgebot für die Spiele gegen Belgien und Aserbaidschan:

Tor: Manuel Neuer (Schalke 04), Tim Wiese (Werder Bremen), Rene Adler (Bayer Leverkusen)

Abwehr: Philipp Lahm, Holger Badstuber (beide Bayern München), Marcell Jansen (Hamburger SV), Per Mertesacker (Werder Bremen), Sascha Riether (VfL Wolfsburg), Heiko Westermann (Hamburger SV)

Mittelfeld: Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos (alle Bayern München), Marko Marin (Werder Bremen), Mesut Özil, Sami Khedira (beide Real Madrid), Christian Träsch (VfB Stuttgart)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez, Miroslav Klose (beide Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (1. FC Köln)

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Andreas Ziemons

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