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Fußball

Löw verlängert bis zur WM 2014

Bundestrainer Joachim Löw bleibt beim Deutschen Fußball-Bund. Der 51-Jährige hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert. Er soll die Nationalmannschaft zur WM 2014 in Brasilien führen.

Bundestrainer Joachim Löw (Foto: dpa)

Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger reichen sich die Hand (Foto: AP)

Harmonie: Löw und Zwanziger

Joachim Löw hat seinen Vertrag als Bundestrainer bis zur Fußball-WM 2014 in Brasilien verlängert. Er einigte sich mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) überraschend schnell auf eine vorzeitige Verlängerung des ursprünglich noch bis zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine laufenden Kontrakts. Neben Löw bleiben auch Assistenztrainer Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke sowie Teammanager Oliver Bierhoff bis zur WM 2014 im Amt. "Ich freue mich, dass wir uns frühzeitig auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis zur WM 2014 einigen konnten", sagte Löw.

Er ist seit 2006 erfolgreich als Bundestrainer tätig und führte die junge deutsche Mannschaft ins EM-Finale 2008 und im vergangenen Jahr zu Platz drei bei der WM-Endrunde in Südafrika. "Wir glauben an die Qualität unserer Spieler und sehen für unser Team gute Perspektiven. Deshalb haben wir gerne das Angebot der DFB-Führung angenommen, vorzeitig zu verlängern", betonte Löw.

Der 51-Jährige arbeitet seit 2004 für den DFB. Bis zur WM 2006 in Deutschland war er zunächst Assistent von Jürgen Klinsmann. In der Qualifikation zur EM 2012 in Polen und der Ukraine ist die DFB-Auswahl nach vier Siegen bereits wieder souveräner Spitzenreiter und steht vor der direkten Qualifikation.

"Harmonische Vertragsgespräche"

Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger begrüßte den schnellen Verlauf der Verhandlungen: "Die harmonischen Vertragsgespräche haben noch einmal deutlich gezeigt, wie groß das gegenseitige Vertrauen ist. Dieser respektvolle, offene Umgang miteinander ist die beste Voraussetzung dafür, die gemeinsame erfolgreiche Arbeit der Vergangenheit auch in Zukunft fortzusetzen", sagte Zwanziger.

Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der die Vertragsgespräche geführt hatte, erklärte: "Die Zusammenarbeit mit unseren sportlichen Köpfen läuft hervorragend. Das Klima bei der Nationalmannschaft stimmt, ebenso die Ergebnisse, und wir sehen glänzende Perspektiven. Warum sollte man denn bis zum Ende der EM-Qualifikation warten, wenn sich die Dinge auch schon vorher regeln lassen?", sagte Niersbach.

Hervorragende Perspektiven

Bundestrainer Löw im Kreise der Nationalmannschaft (Foto: dpa)

Löw und seine Jungs

Als Gründe für die frühzeitige Entscheidung nannte Löw neben den hervorragenden sportlichen Perspektiven mit dem jungen Team um Mesut Özil auch die Erfahrungen des vergangenen Jahres. Nach einer geplatzten vorzeitigen Verlängerung mit dem Verband waren Löw und sein Team um Manager Oliver Bierhoff mit einer ungeklärten Vertragssituation ins WM-Turnier gegangen. "Ich glaube, dass man eine ähnliche Situation wie 2010 vermeiden will, als die Entscheidung erst nach der WM in Südafrika fiel", sagte Löw. "Damit konnten zwar alle Beteiligten umgehen, trotzdem war dieses Thema während des Turniers ständig präsent. Das möchten wir bei der EM 2012 vermeiden".

Keine Doppelfunktion

Damit sind auch die Spekulationen um Löws Person beendet. Der frühere Coach des VfB Stuttgart wurde in der vergangenen Woche auch als möglicher Trainer des FC Bayern München nach der Europameisterschaft im kommenden Jahr ins Spiel gebracht. Auch eine Doppelfunktion als Bayern- und Nationaltrainer schloss er aus: "Das kommt für mich nie infrage."

Ebenfalls verlängerte der DFB die Zusammenarbeit mit Wolfgang Niersbach. Der Generalsekretär soll das höchste Hauptamt des Verbandes bis zum 31. Oktober 2016 ausfüllen.

Autor: Arnulf Boettcher (mit sid,dpa)
Redaktion: Stefan Nestler

Hinweis: DW-Radio überträgt das EM-Qualifikationsspiel am 26. März gegen Kasachstan in Kaiserslautern live ab 20.05 Uhr MEZ.

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