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Fußball

Löw verlängert als Bundestrainer bis 2016

Kurz nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM in Brasilien verlängert Bundestrainer Joachim Löw seinen Vertrag beim DFB vorzeitig. Auch ein Nachfolger für Ex-DFB-Sportdirektor Robin Dutt ist gefunden.

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Jogi Löw bleibt bis 2016 im Amt

"Ich möchte mich im Namen meines ganzen Teams beim Verband für das Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken", sagte Joachim Löw auf der Pressekonferenz am Freitagmittag in der Frankfurter DFB-Zentrale. Der 53-Jährige einigte sich mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf eine weitere Zusammenarbeit über die WM 2014 in Brasilien hinaus. Löw, der die Nationalmannschaft damit auch zur EM 2016 in Frankreich führen soll, hatte bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 12. Juli 2006 die Nachfolge von Jürgen Klinsmann angetreten. Die Verträge mit dem Manager der Nationalmannschaft Oliver Bierhoff und Torwarttrainer Andreas Köpke wurden ebenfalls um zwei Jahre verlängert. Löws Co-Trainer Hans-Dieter Flick wird nach der WM in Brasilien den Posten des Sportdirektors übernehmen.

Niersbach lobt Löws Arbeit

"Seit der WM 2006 ist die Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften jeweils unter die besten vier Teams gekommen. Auch die zurückliegende Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat die Mannschaft souverän erreicht. Sie steht für eine dynamische, offensive und begeisternde Spielweise", lobte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Dies alles sind Verdienste von Joachim Löw und dem gesamten Team der sportlichen Leitung. Wir haben großes Vertrauen in Joachim Löw, Hansi Flick, Andreas Köpke und Oliver Bierhoff, die ich fachlich wie menschlich sehr schätze."

Zur im Vorfeld immer wieder kolportierten beiderseitigen Ausstiegsklausel in dem neuen Löw-Vertrag wollten die Verantwortlichen keine Aussagen machen."Über Vertragsinhalte werde ich mich nicht in der Öffentlichkeit äußern", sagte Niersbach. Löw bekräftigte allerdings, dass es normalerweise gar keinen Vertrag hätte geben müssen, ein Handschlag hätte ausgereicht, so gut sei das Verhältnis zwischen den DFB-Verantwortlichen und dem Bundestrainer. Ebenfalls ungeklärt bleibt die Frage zum Nachfolger vom scheidenden Co-Trainer Hansi Flick. Darüber wolle sich der Bundestrainer nach der Weltmeisterschaft Gedanken machen.

57 Neue unter Löw

Mesut Özil (l.) debütierte unter Joachim Löw und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Akteuren im DFB-Team. (Foto: dpa)

Mesut Özil (l.) debütierte unter Joachim Löw und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Akteuren im DFB-Team.

Seit seinem Amtsantritt hat der 53-Jährige den deutschen Fußball weiterentwickelt. Die DFB-Elf zeigt teilweise begeisternden Offensiv-Fußball. Zudem muss man dem Bundestrainer zugute halten, dass er immer wieder neue, junge Spieler in den Kader integriert hat. Darunter Weltklasse-Spieler wie Mesut Özil, Manuel Neuer, Thomas Müller, Sami Khedira oder Mario Götze. Insgesamt berief Löw 57 neue Akteure in den Kreis der Nationalmannschaft. Auf den langersehnten Titel warten die Verantwortlichen und Fans allerdings immer noch.

Immer nah dran

Nach dem respektablen dritten Platz bei der Heim-WM 2006, folgte der zweite Platz bei der Europameisterschaft 2008. Die DFB-Elf scheiterte knapp an Spanien (0:1) im Finale. Bei der WM 2010 in Südafrika stürmte Deutschland mit berauschenden Siegen gegen England (4:1) und Argentinien (4:0) ins Halbfinale, schied dann aber nach einer mutlosen Vorstellung ebenfalls mit 0:1 gegen Spanien aus.

Und im vergangenen Jahr bedeutete Italien (1:2) bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine im Halbfinale Endstation, als man den Azzurri fast kampflos das Feld überließ. Das Turnier in Brasilien ist Löws letzte Chance endlich einen Titel mit seiner Elf zu gewinnen. Sollte dies nicht gelingen, müssten sich die Verantwortlichen des DFB wohl nach einem neuen Cheftrainer umsehen.

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