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Fußball

Löw streicht Reus aus EM-Kader

Bitter für Marco Reus: Aus Verletzungsgründen verpasst der Dortmunder nach der WM 2014 nun auch die Europameisterschaft 2016. Außerdem streicht Bundestrainer Joachim Löw zwei Leverkusener und einen Hoffenheimer Spieler.

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Überraschung bei der Auswahl des EM-Kaders

Bundestrainer Joachim Löw hat überraschend den angeschlagenen Dortmunder Marco Reus aus dem EM-Kader gestrichen. "Die Mediziner waren sehr skeptisch, dass er die nächsten Wochen voll belastbar ist. Im Moment kann er gerade mal geradeaus laufen", sagte Löw über Reus, der schon die WM 2014 wegen einer Verletzung kurzfristig verpasst hatte. "Für ihn tut es mir besonders leid. Ein Marco Reus in Topform wäre für uns eine enorme Bereicherung gewesen. Die Entscheidung musste aus medizintechnischen Gründen aber so ausfallen." Die schlechte Nachricht ereilte den Dortmunder Spieler im EM-Trainingslager in Ascona ausgerechnet an seinem 27. Geburtstag. "Mein Anspruch ist es zu spielen", hatte Reus noch vor wenigen Tagen gesagt. "Ich will unter die ersten Elf, will der Mannschaft in jeder Partie helfen und zeigen, dass ich diesen Platz verdiene."

Neben Reus werden Sebastian Rudy von 1899 Hoffenheim sowie die Leverkusener Julian Brandt und Karim Bellarabi nicht zur Europameisterschaft nach Frankreich fahren. "Ich danke den Spielern. Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Ich hoffe, dass sie die Enttäuschung gut wegstecken", sagte Löw und gab ihnen mit auf den Weg, dass sie auch "in den nächsten Monaten und Jahren" noch eine Rolle in der Nationalmannschaft spielen könnten.

Die Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Mats Hummels gehören hingegen trotz ihrer Verletzungen zum 23 Spieler umfassenden Kader für das Turnier, das am 10. Juni beginnt. "Die Mediziner haben bestätigt, dass Schweinsteiger und Hummels beim Turnier einsatzfähig sind", begründete Löw die Nominierung der beiden angeschlagenen Routiniers. Der lange verletzte Schweinsteiger solle ab sofort wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Bei Hummels müsse man noch abwarten.

Letzter Test gegen Ungarn

Auch die Jungstars Joshua Kimmich, Julian Weigl und Leroy Sané fahren zur EM. Bis zum Freitag wird Löw seine EM-Fahrer noch in der Schweiz vorbereiten. Dann geht es weiter zur Turnier-Generalprobe am Samstag in Gelsenkirchen gegen Ungarn. Nach zwei freien Tagen wird der Weltmeister am kommenden Dienstag sein EM-Stammquartier in Evian-les-Bains am französischen Ufer des Genfer Sees beziehen. Am 12. Juni startet Deutschland in Lille gegen die Ukraine in das Turnier. Weitere Gruppengegner sind am 16. Juni in Saint-Denis Polen und Nordirland am 21. Juni im Pariser Prinzenpark.

Qualität "extrem vorhanden"

Weltmeister Sami Khedira sagte mit Blick auf das bevorstehende EM-Turnier, er sei "sehr, sehr positiv gestimmt". Beim Trainingslager bringe derzeit jeder Spieler seine Stärken zum Vorschein, so der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Juventus Turin: "Die Qualität, das Turnier zu gewinnen, ist extrem vorhanden." Noch im Januar hatte Khedira erklärt: "Wenn wir ehrlich sind, hätten wir in unserer aktuellen Verfassung keine Chance."

sn/asz (dpa, sid)

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