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Fußball

Löw setzt auf erfahrene und junge Kräfte

Zunächst mit 27 Spielern plant Bundestrainer Joachim Löw für die EURO in Frankreich. Neben Stammkräften aus dem Weltmeister-Kader von 2014 überrascht Löw mit der Nominierung einiger junger Spieler.

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Joachim Löw beruft 27 Spieler

Mit einer Video-Präsentation haben Bundestrainer Joachim Löw und sein Trainerteam in der französischen Botschaft in Berlin den vorläufigen 27 Spieler starken Kader für die Europameisterschaft in Frankreich vorgestellt.

Neben gesetzten Stammkräften wie Sami Khedira, Mesut Özil, Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels hielt Löw einige Überraschungen bereit: So nominierte er mit Leroy Sane vom FC Schalke 04, dem Leverkusener Flügelspieler Julian Brandt und Dortmunds Mittelfeld-Abräumer Julian Weigl einige junge Spieler, die in der Nationalmannschaft bislang kaum oder noch gar nicht gespielt haben. Auch Bayern Münchens Joshua Kimmich gehört in diesen Kreis. "Wir brauchen Spieler, die flexibel einsetzbar sind und die auf mehreren Positionen und in verschiedenen Systemen spielen können", erklärte Löw seine Auswahl.

"Ich glaube neben dem sportlichen Wert ist auch Persönlichkeit wichtig und der Beitrag, den ein Spieler auf und neben dem Platz leisten kann", sagte Löw vor der Präsentation. "Es geht bei einem Turnier um mehr, als nur darum, guten Fußball zu spielen. Das hat man in Brasilien gesehen. Es geht darum, eine Einheit zu werden und um ein Ziel."

Weltmeister Zieler nicht mehr dabei

Bei den Torleuten entschied sich Löw gemeinsam mit Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke neben der unumstrittenen Nummer eins Manuel Neuer vom FC Bayern München für den Leverkusener Bernd Leno und Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona. "Wir haben Torhüter, die auf sehr hohem Niveau in der Bundesliga spielen. Daher war es keine leichte Entscheidung", sagte Köpke, der anderen Kandidaten wie Kevin Trapp und Weltmeister Ron-Robert Zieler persönlich am Telefon die Nicht-Nominierung mitteilte.

Kramer und Kruse nicht dabei

Im Kader fehlten Leverkusens Mittelfeld-Abräumer Christoph Kramer, der bei Bayer 04 eine eher durchwachsene Saison erlebte, und Angreifer Max Kruse vom VfL Wolfsburg, der nach mehreren Eskapaden abseits des Platzes bereits vor einigen Wochen von Löw ausgebootet worden war. Ebenso wie Kramer sind auch die Dortmunder WM-Fahrer Erik Durm und Matthias Ginter in Frankreich nicht dabei. "Das soll nicht das Ende in der Nationalelf bedeuten", sagt Löw, fügte aber an. "Die nicht-nominierten Spieler sollten das aber als Anlass nehmen, über ihre Leistung nachzudenken."

Am 24. Mai beginnt im Schweizerischen Ascona das Trainingslager zur EM. Endgültig muss der Bundestrainer sich dann am 30. Mai entscheiden. Am Tag nach dem Testspiel gegen die Slowakei in Augsburg muss Löw vier Spieler aus dem Aufgebot streichen und seinen endgültigen 23er-Kader für die EM bei der UEFA melden. Das erste Vorrundenspiel bestreitet Deutschland am 12. Juni in Lille gegen die Ukraine.

Der vorläufige EM-Kader Deutschlands im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München), Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

Abwehr: Jerome Boateng (FC Bayern München), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Emre Can (FC Liverpool), Jonas Hector (1. FC Köln), Antonio Rüdiger (AS Rom), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Sebastian Rudy (TSG Hoffenheim)

Mittelfeld: Mesut Özil (FC Arsenal), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Bastian Schweinsteiger (Manchester United), Marco Reus, Julian Weigl (beide Borussia Dortmund), Julian Draxler, André Schürrle (beide VfL Wolfsburg), Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (FC Bayern München),

Angriff: Thomas Müller, Mario Götze (beide FC Bayern München), Mario Gomez (Besiktas Istanbul), Leroy Sane (FC Schalke 04), Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul)

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