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Nationalmannschaft

Löw nominiert drei Neulinge

Bundestrainer Joachim Löw macht aus den letzten beiden Länderspielen des Jahres einen Talente-Test. Gleich acht Akteure aus seinem 25-köpfigen Kader sind nicht älter als 21 Jahre. Mesut Özil bekommt eine Pause.

Fußball Benjamin Heinrichs
DFB U21 Nationalmannschaft, Deutschland - Slowakei (picture-alliance/augenklick/firo Sportphoto)

Leverkusens Außenverteidiger Benjamin Henrichs ist erstmals für das A-Nationalteam nominiert

Mit gleich drei Länderspiel-Neulingen geht Joachim Löw den Jahresabschluss der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an. Der Bundestrainer nominierte am Freitag den Wolfsburger Yannick Gerhardt (22), den Leverkusener Benjamin Henrichs (19) und den Bremer Serge Gnabry (21) neu in das Aufgebot für das WM-Qualifikationsspiel am 11. November in San Marino und für das Testspiel vier Tage später in Italien. Dafür bekommt Mesut Özil eine Pause. Mit Toni Kroos und Sami Khedira ist abgesprochen, dass sie voraussichtlich nur im Punktspiel gegen San Marino zum Einsatz kommen werden. Gleich acht Spieler im 25-köpfigen Aufgebot des Weltmeisters sind 21 Jahre und jünger.

Nach seiner Verletzungspause kehrt Stürmer Mario Gomez vom VfL Wolfsburg genauso in den A-Kader zurück wie der Leverkusener Jonathan Tah. Auch Julian Brandt von Bayer 04 und die beiden Schalker Max Meyer und Leon Goretzka, die im Sommer mit der deutschen Olympia-Mannschaft in Rio de Janeiro die Silbermedaille gewonnen hatten, bekommen wieder eine Chance. Im Betreuerstab wird erstmals Ex-Stürmer Miroslav Klose als Trainer-Azubi dabei sein.

Löw will den letzten Länderspiel-Doppelpack 2016 zweigleisig nutzen. "Das letzte Qualifikationsspiel des Jahres nehmen wir genauso ernst wie die drei Partien zuvor. In San Marino einen klaren Sieg einzufahren und die Tabellenführung in unserer Gruppe zu bestätigen und auszubauen, ist die klare Pflichtaufgabe", sagte Löw. "Gleichzeitig wollen wir jungen Spielern immer wieder auch eine Chance geben, sich bei uns zu zeigen."

Besuch der Mannschaft beim Papst

Verzichtet hat der Bundestrainer dagegen auf Leroy Sané von Manchester City, den Dortmunder André Schürrle und Antonio Rüdiger von der AS Rom. Sané wird für die U 21 spielen. Schürrle und Rüdiger trainieren nach ihren Verletzungen absprachegemäß weiter in ihren jeweiligen Vereinen, um dort wieder Rhythmus aufzunehmen und an Stabilität zu gewinnen, heißt es in einer Erklärung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Julian Draxler fehlt dagegen verletzt.

Die gemeinsame Vorbereitung auf den Jahresabschluss beginnt für das DFB-Team am kommenden Mittwoch. Nach dem Spiel in San Marino wird die Mannschaft zunächst nach Rom reisen, wo Papst Franziskus den Weltmeister zu einer Privataudienz im Vatikan empfängt. Dann geht es weiter nach Mailand, wo am 15. November der Klassiker gegen Italien ansteht.

Der Kader im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)
Abwehr: Jerome Boateng, Mats Hummels, Joshua Kimmich (Bayern München), Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg), Jonas Hector (1. FC Köln), Benjamin Henrichs, Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Shkodran Mustafi (FC Arsenal), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)
Mittelfeld/Angriff: Thomas Müller (Bayern München), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Julian Brandt, Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen), Serge Gnabry (Werder Bremen), Mario Gomez (VfL Wolfsburg), Leon Goretzka, Max Meyer (Schalke 04), Mario Götze, Julian Weigl (Borussia Dortmund), Ilkay Gündogan (Manchester City)

asz/sn (dpa, sid)

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