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Fußball-Nationalmannschaft

Löw nominiert 17 Confed-Cup-Sieger

Ein erstes Zeichen Richtung Zukunft: Gleich 17 Confed-Cup-Sieger nominiert Bundestrainer Joachim Löw für die WM-Qualifikationsspiele in Tschechien und gegen Norwegen. Seine Ansage: "Wir wollen wieder den Titel gewinnen."

Sieben Weltmeister, 17 Confed-Cup-Fahrer, dazu U21-Europameister Serge Gnabry und Mario Gomez: Bundestrainer Joachim Löw hat mit der ersten Nominierung nach dem Confed-Cup-Sieg die Weichen für die WM 2018 in Russland gestellt. Löw berief für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien in Prag (1. September) und gegen Norwegen in Stuttgart (4. September) sieben Spieler, die 2014 in Rio de Janeiro triumphierten.

"Im Moment zählen für mich die Titel der Vergangenheit nicht, so sehr wir uns alle über die Erfolge im Sommer gefreut haben. Am Ende dieser Saison wartet mit der Weltmeisterschaft in Russland der absolute Höhepunkt auf uns", sagte Löw. "Dort wollen wir wieder den Titel gewinnen, diesem großen Ziel werden wir wie bisher konsequent alles unterordnen. Die Spieler wissen, was ich von ihnen erwarte. Und sie wissen, dass wir eine große Konkurrenzsituation haben."

Ohne Neuer und Wagner

Die Kadernominierung macht diese Konkurrenzsituation sichtbar: Neben Confed-Cup-Kapitän Julian Draxler und Matthias Ginter finden sich 15 weitere Spieler aus dem Siegerteam in Russland im Kader wieder. Von den Confed-Cup-Fahrern fehlen unter anderem die beiden Hoffenheimer Sandro Wagner und Kerem Demirbay. Dagegen kehren die Weltmeister Mats Hummels, Toni Kroos, Sami Khedira, Mesut Özil und Thomas Müller nach ihrer Sommerpause in den Nationalmannschaftskader zurück. Auch Stürmer Mario Gomez ist wieder im insgesamt 24 Spieler umfassenden Aufgebot dabei.

Löw verzichtet allerdings noch auf Mario Götze und Kapitän Manuel Neuer. Götze hat nach seiner Stoffwechsel-Erkrankung gerade erst bei Borussia Dortmund sein Comeback gegeben, Torwart Manuel Neuer wird am Samstag im Bundesligaspiel bei Werder Bremen erstmals wieder im Bayern-Tor stehen. "Gerade zu Saisonbeginn können die Spieler noch keinen Rhythmus aufgenommen haben, daher fehlt auch noch der eine oder andere, beispielsweise unser Kapitän Manuel Neuer, mit dem wir besprochen haben, dass er zunächst in Ruhe bei Bayern München wieder Spielpraxis sammeln wird", erklärte Löw.

Wichtiger Fingerzeig für die WM

Die Weltmeister Benedikt Höwedes und Shkodran Mustafi, die derzeit mit Vereinswechseln in Verbindung gebracht werden, sind am 1. September in Prag gegen Tschechien und am 4. September in Stuttgart gegen Norwegen nicht dabei. Auch auf Leroy Sané (Manchester City) verzichtet der Bundestrainer. Der Münchner Jérôme Boateng steht im Aufbautraining. Die Dortmunder Marco Reus, Julian Weigl und André Schürrle fehlen ebenfalls wegen Verletzungen. Ilkay Gündogan ist bei Manchester City nach einem Kreuzbandriss gerade erst wieder zurück.

Löws erstes Aufgebot nach dem Confed-Cup-Sieg ist ein wichtiger Fingerzeig für die WM. Der Bundestrainer muss auf dem Weg dorthin gestandene Weltmeister, die Besten vom Confed Cup und die U21-Europameister zu einer Mannschaft verschmelzen, die erneut den Titel holen kann. Auf dem Weg zur WM-Endrunde in Russland im Sommer 2018 führt das DFB-Team die Qualifikations-Gruppe C nach sechs Siegen in sechs Spielen souverän an. "Wir wollen uns schnell als Tabellenerster für die WM qualifizieren, daher kann unser Ziel für die beide Spiele nur lauten, sie zu gewinnen", betonte Löw.

mvl/ck (sid, dpa)

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