Löw kritisiert Fan-Chaoten von Prag: ″Ich bin voller Wut″ | Sport | DW | 03.09.2017
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fussball

Löw kritisiert Fan-Chaoten von Prag: "Ich bin voller Wut"

Bundestrainer Joachim Löw will nach den Pöbeleien und Naziparolen von deutschen Fans nicht zur Tagesordnung übergehen. Die Krawallmacher beschädigten das Bild von Deutschland, für das die Nationalmannschaft stehe.

"Ich bin voller Wut und sehr, sehr angefressen über das, was passiert ist." Es gehe nicht, "dass einige sogenannte Fans die Bühne des Fußballs und eines Länderspiels benutzen, um mit ihrem oberpeinlichen Auftreten viel Schande über unser Land zu bringen", sagte der Bundestrainer mit Blick auf die Hetze und die Beleidigungen, die deutsche Fußball-Anhänger in der tschechischen Hauptstadt Prag verbreitet hatten.

"Wenn wir das Trikot anziehen und ins Ausland gehen, ist es für uns immer eine wichtige Prämisse, dass wir unser Land würdig vertreten, dass wir für Werte stehen wie ein respektvolles und tolerantes Deutschland", erklärte der DFB-Chefcoach: "Diese Chaoten beschädigen dieses Bild."

Sollen draußen bleiben

Dass die Mannschaft nach den Vorkommnissen beim 2:1 in der WM-Qualifikation in Tschechien den Gang vor die deutsche Fankurve verweigert hatte, sei das "absolut richtige Zeichen" gewesen, betonte Löw. "Ich bin klar auf der Seite, die absolut harte Sanktionen fordert", ergänzte der 57-Jährige. "Jeder von diesen Leuten, der nicht ins Stadion kann und darf, ist ein absoluter Gewinn."

Bei aller Rivalität müsse im Stadion alles auf vertretbarem Niveau ablaufen, stellte Löw klar: "Diese Chaoten wollen wir nicht, das ist auch nicht deren Nationalmannschaft und das sind auch nicht unsere Fans. Das ist unterste Schublade und zutiefst verachtenswert."

Beim WM-Qualifikationsspiel in Prag gegen Tschechien, in dem sich Deutschland mit 2:1 durchsetzte, hatten etwa 200 deutsche Problemfans mit Provokationen, Pöbeleien und vereinzelten nationalsozialistischen Rufen für Empörung gesorgt - nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch unter den Spielern der deutschen Nationalmannschaft.

haz/nin (sid, dpa)