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Confed Cup

Löw kann aus dem Vollen schöpfen

Bundestrainer Joachim Löw kehrt vom Confed Cup mit einem unerwarteten Titel zurück - und einem Luxusproblem: Er hat die Qual der Wahl. Die Erwartungen an seine Mannschaft sind damit noch höher geworden.

DFB-Team bei der Heimkehr am Frankfurter Flughafen. Foto: dpa-pa

Heimkehr mit Pokal: DFB-Chef Grindel (Mitte) freut sich mit Bundestrainer Löw (r.) und dem jungen Team

Joshua Kimmich trug den goldenen Siegerpokal in den Sonderflieger. Auf der Gangway präsentierte Timo Werner seinen Goldenen Schuh als bester Torjäger. Nach einer kurzen Partynacht im Teamhotel von St. Petersburg flogen die Confed-Cup-Sieger nach Deutschland zurück. Nach der Ankunft in Frankfurt am Main hieß es für die Spieler: ab in den späten Sommerurlaub. "Das hat schon eine ganz hohe Bedeutung. Man hat nicht so oft die Möglichkeit, einen internationalen Titel zu gewinnen", sagte Kimmich, der als einziger deutscher Spieler alle 450 Spielminuten des Turniers auf dem Platz gestanden hatte. "Mit dieser jungen, zusammengewürfelten Mannschaft hat man gesehen, was in uns steckt, was wir für ein Potenzial haben."

Grindel: "Wir wollen wieder Weltmeister werden"

Joshua Kimmich mit dem gewonnenen Confed Cup. Foto: dpa-pa

Kimmich mit dem gewonnenen Confed Cup

Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, gab nach dem 1:0-Sieg im Finale der Mini-WM gegen Chile das nächste Ziel aus: die Titelverteidigung bei der WM an gleicher Stelle im nächsten Jahr. "Jetzt geht es darum, alle Abergläubigen zu widerlegen. Denn wir wollen wieder Weltmeister werden. Das ist die Zielrichtung", sagte Grindel. Noch nie hat ein Confed-Cup-Sieger im Jahr danach den WM-Titel gewonnen. Bundestrainer Joachim Löw, so der DFB-Chef, habe "die große Chance, mit einer Mischung aus Erfahrung und junger Dynamik einen ganz starken Kader zusammenzustellen. Wir haben einen großen Pool, aus dem wir schöpfen können."

Stolzer Bundestrainer

Löw hatte bei der offiziellen FIFA-Pressekonferenz eine Bier- und Sektdusche seiner Spieler über sich ergehen lassen müssen. "Natürlich bin ich megastolz auf diese Mannschaft", sagte er danach und beschrieb den Erfolg mit seinem Perspektivkader gegen den Südamerika-Meister als "ein magisches Spiel". Die anfangs kritisierte Confed-Cup-Rechnung sei genau aufgegangen, befand der Bundestrainer: "Die oberste Priorität hatte, Spieler weiterzuentwickeln. Alle Spieler, die jetzt dabei waren, haben eine bessere Position als vor dem Confed Cup."

Keine Garantie auf WM-Sieg

Timo Werner präsentiert seinen Golden Schuh als Torschützenkönig des Confed Cups. Foto: dpa-pa

Timo Werner hat jetzt einen goldenen Schuh

Im Handgepäck nach Frankfurt befanden sich neben dem Siegerpokal auch der Goldene Ball für Julian Draxler als bester Turnierspieler und der Goldene Schuh für Timo Werner als bester Torschütze. Joachim Löw plädierte dafür, den Ball trotz zweier internationaler Erfolge binnen drei Tagen flach zu halten. "Der Confed-Cup-Sieg und die U21-EM sind keine Garantien, um Weltmeister zu werden", sagte der Bundestrainer. "Bei einer WM muss alles passen, man muss fast Unmenschliches leisten. Wir wissen damit umzugehen, als Favorit oder Mitfavorit zu einem Turnier zu fahren."

sn/asz (dpa, sid)

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