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Fußball

Lösbare Aufgaben für Schalke und Hannover

In der Europa League muss der FC Schalke zum Auftakt in die rumänische Provinz reisen. Hannover 96 dagegen empfängt einen belgischen Traditionsverein. Für beide deutschen Clubs stehen die Erfolgschancen nicht schlecht.

Hannovers Jan Schlaudraff trifft in der Europa-League-Qualifikation gegen den FC Sevilla - Sevillas Torwart Palop schaut dem Ball nach (Foto: dpa)

Trifft Hannovers Schlaudraff auch gegen Lüttich?

Die Generalprobe in der Bundesliga verpatzt – nun wollen der FC Schalke 04 und Hannover 96 auf in der Europa League eine erfolgreiche Premiere feiern. Zum Auftakt reisen die Schalker zum Auswärtsspiel nach Rumänien und treffen auf Steaua Bukarest. Allerdings nicht in der rumänischen Hauptstadt, sondern in der Provinzstadt Cluj. Der Grund: Der Rasen im Nationalstadion von Bukarest taugt aktuell nicht für einen internationalen Wettbewerb und so beorderte die UEFA beide Vereine ins rund 350 Kilometer entfernte Constantin-Radulescu-Stadion von Cluj. "Das ist alles sehr ärgerlich für uns und vor allem für unsere Fans, die noch mal eine Etappe weiter reisen müssen", kommentierte Schalkes Manager Horst Heldt.

Premiere für Raúl

Sportlich erwartet die Schalker eine lösbare Aufgabe. Der rumänische Rekordmeister steht in der heimischen Liga derzeit auf Rang sechs und hat in den ersten sechs Partien der Saison schon zweimal verloren, allerdings beide Male auswärts – zu Hause stehen drei Siege zu Buche. Vielleicht ist es da ein Vorteil für Schalke, dass auch die Bukarester in Cluj ein Auswärtsspiel haben. Sorgen bereitet den Schalkern nur ihr Schlussmann. Stammtorhüter Ralf Fährmann hat sich im Bundesligaspiel gegen Wolfsburg am Sonntag den Knöchel verstaucht und muss nun hoffen, rechtzeitig wieder fit zu werden. Ansonsten stünde der 21-jährige Debütant Lars Unnerstall als Ersatz bereit.

Jubel Raúl (Foto: dpa)

Schalkes Erfahrenster betritt Neuland - Raúl debütiert in der Europa League

Ein besonderes Debüt feiert Schalkes Superstar Raúl. Der 34-jährige Spanier kennt sich nach 142 Partien mit erzielten 71 Toren zwar in der Champions League bestens aus, in der Europa League und dem Vorgängerwettbewerb UEFA-Cup hat er aber noch nie auf dem Platz gestanden. Keine Rolle mehr soll die 1:2-Pleite in Wolfsburg spielen. "Wir sollten nicht die Köpfe hängenlassen. Wir können selbstbewusst nach Rumänien fliegen", sagte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes.

Erster Festtag in Hannover

Hannovers Torjäger Mohammed Abdellaoue jubelt (Foto: dpa)

Hannovers Torjäger Abdellaoue muss hoffen

Mangelndes Selbstbewusstsein ist nicht das Problem von Hannover 96 – schon eher die fehlende internationale Erfahrung. Die Niedersachsen bestreiten nach dem DFB-Pokalsieg von 1992 erst ihren zweiten Europokal-Wettbewerb, Gegner Standard Lüttich zählt dagegen seit 1958 zu den Stammgästen in Europas Stadien. "Wir werden uns zu 100 Prozent auf Lüttich einstellen, um eine perfekte Leistung abzurufen. Diese Abende müssen Festtage werden", forderte 96-Trainer Slomka.

Slomka muss um einige seiner Schützlinge noch zittern: Während Christian Pander wegen einer Grippe mit Sicherheit ausfällt, stehen die Einsätze von Christian Schulz und Stürmer Moa Abdellaoue noch auf der Kippe. Vor allem der Ausfall von Torjäger Abdellaoue, der bereits am Samstag beim 0:3 in Stuttgart pausieren musste, wäre eine große Schwächung. Dennoch sollte auch ohne den Norweger gegen Belgiens Pokalsieger und derzeitigen Tabellenfünften ein guter Auftakt in der Europa League möglich sein. Zumal Standard Lüttich mit deutschen Mannschaften Probleme hat. Seit 1996 konnten die Belgier in neun Duellen nicht gewinnen.

Autor: Andreas Sten-Ziemons
Redaktion: Olivia Fritz

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