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Sport-News

Kwiatkowski gewinnt Amstel Gold Race

Beim Amstel Gold Race haben die deutschen Radprofis mit der Entscheidung nichts zu tun. Immerhin ist Tony Martin beim Sieg des Weltmeisters Michal Kwiatkowski mit einer späten Attacke behilflich.

Eine Woche nach dem bemerkenswerten

John-Degenkolb-Triumph

bei Paris-Roubaix haben deutsche Radprofis bei der Entscheidung des 50. Amstel Gold Race keine Rolle gespielt. Weltmeister Michal Kwiatkowski aus Polen holte sich am Sonntag beim einzigen Radklassiker in den Niederlanden den Sieg. Nach 258 Kilometern verwies der Teamkollege von Tony Martin den Spanier Alejandro Valverde und den Australier Michael Matthews auf die folgenden Plätze. Für Kwiatkowski war es der erste Sieg im Regenbogen-Trikot.

30 Kilometer vor dem Ziel lagen Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali und der dreifache Zeitfahr-Weltmeister Martin in einer vierköpfigen Spitzengruppe. Aber die Ausreißer wurden von den aufmerksamen Verfolgern auf der 19 Kilometer langen Abschlussrunde wieder gestellt. Wie immer fiel die Entscheidung am dicht von Zuschauern gesäumten Anstieg auf den Cauberg rund zwei Kilometer vor dem Ziel. Der Topfavorit Philippe Gilbert aus Belgien lag zunächst gut, aber im entscheidenden Moment wurde er noch von Kwiatkowski und weiteren Fahrern überrumpelt. Eine Gruppe von rund 15 Fahrern machte den Sieg unter sich aus.

Schweres Comeback für Schumacher

Acht Jahre nach seinem Amstel-Erfolg zu umstrittenen Gerolsteiner-Zeiten stand auch Stefan Schumacher wieder am Start. Nach einer Viruserkrankung und einem Handgelenksbruch war der 33 Jahre alte Radprofi, der ab 2009 wegen Dopings zwei Jahre gesperrt war, der Aufgabe aber noch nicht gewachsen. Der Fahrer aus der polnischen Zweitliga-Mannschaft CCC-Sprandi spielte keine Rolle.

Ein anderer deutscher Profi mit großer Vergangenheit gehörte mehrere Stunden zu einer sechsköpfigen Spitzengruppe. Aber Linus Gerdemann, bei T-Mobile Etappensieger bei der Tour de France 2007 und Träger des Gelben Trikots, wurde mit seinen Mitstreitern rechtzeitig vor Beginn des Finales von den Favoritenteams gestellt. Das schwierige Profil des Rennens mit 34 zum Teil giftigen Steigungen war prädestiniert für Ausreißer. Paris-Roubaix-Sieger Degenkolb war nicht am Start. Er macht momentan eine Pause.

to/sw (sid, dpa)

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