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Kuwait

Kuwaitischer Prinz wurde gehängt

Der Emir von Kuwait hat ein Familienmitglied hinrichten lassen. Scheich Faisal Abdullah al-Dschaber al-Sabah war wegen Mordes am Enkelkind des Herrschers zum Tode verurteilt worden.

Emir von Kuwait Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah (picture alliance/dpa/J.Abdulkhaleg)

Emir von Kuwait, Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah

Der Fall erschütterte 2010 das kuwaitische Königshaus. Der Prinz hatte damals seinen eigenen Neffen, Prinz Basil Salem Sabah al-Salem al-Sabah, im Streit aus nächster Nähe erschossen. Bei der Auseinandersetzung soll es sich um Motorsport- und Geschäftsangelegenheiten gedreht haben, wie Medien in dem Golfstaat damals berichtet hatten.

Prinz Faisal, Hauptmann des Militärgeheimdienstes, war Vizepräsident des kuwaitischen Motorsport-Verbandes. Auch sein Opfer, Prinz Basil, war leidenschaftlicher Motorsport-Fan und hatte im Emirat Dragster-Rennen eingeführt und sich für den Bau einer Autorennstrecke eingesetzt. Beide Motorsport-Freunde handelten zusätzlich mit Luxus-Fahrzeugen.

Auch Frauen unter den Gehängten

Neben dem Prinz wurden außerdem sechs weitere Personen gehängt. Unter ihnen befinden sich auch drei Frauen. In fast allen Fällen wurden die Todesurteile wegen Mordes vollstreckt, in einem Fall auch wegen Entführung und Vergewaltigung.

Es sind die ersten Exekutionen in Kuwait seit fast vier Jahren. Im Jahr 2013 waren drei Männer ebenfalls wegen Mordes hingerichtet worden.

Seit dem Jahr 1997 ist Kuwait eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Emir ist sowohl weltliches als auch geistliches Staatsoberhaupt. Er ernennt und entlässt die Regierung und kann außerdem das Parlament auflösen. Das Rechtssystem des Staates orientiert sich am islamischen Recht (Scharia) und an britischen Vorbildern.

pf/haz (dpa,afp,rtr)