Kurzbotschaftendienst Twitter geht gegen ″Bots″ vor | Aktuell Welt | DW | 22.02.2018
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Internet

Kurzbotschaftendienst Twitter geht gegen "Bots" vor

Mit neuen Richtlinien will der Kurznachrichtendienst härter gegen automatisierte Nutzerkonten vorgehen. Das US-Unternehmen steht schon lange in der Kritik, Missbrauch nicht effektiv zu bekämpfen.

Die Änderungen seien "ein wichtiger Schritt", um den böswilligen Aktionen gegen "wichtige Unterhaltungen auf Twitter" ein Stück voraus bleiben zu können, schrieb Twitter-Entwickler Yoel Roth in einem Blogeintrag. Er bezog sich dabei explizit auf "Wahlen in den USA und in der ganzen Welt".

Seit der Präsidentschaftswahl in den USA 2016 beobachtete Twitter, wie "Bots" benutzt wurden, um politische Spaltung und Falschmeldungen zu verbreiten. Bei "Bots"- kurz für Roboter ("Robots") - handelt es sich um Software-betriebene Nutzerkonten.

Von mehreren Konten gleichzeitig twittern

Eine der gängigsten Regelverstöße sei die gleichzeitige Nutzung mehrerer Konten, um die Reichweite einzelner Tweets zu verstärken, schrieb Roth. Ein solches Verhalten könne Strafen nach sich ziehen. Twitter gibt seinen Nutzern jetzt bis zum 23. März Zeit, bevor Accounts gesperrt werden.

Twitters neue Richtlinien zeigten schon Wirkung. Einige Nutzer verzeichneten einen beträchtlichen Verlust an Followern, also anderen Nutzern, die ihre Kurzbotschaften abonniert hatten. Grund dafür seien fortlaufende Bemühungen, "verdächtige Konten zu identifizieren", sagte ein Unternehmenssprecher in San Francisco.

Russen in den USA angeklagt

Am Freitag hatte die  US-Justiz 13 Russen wegen Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten des Wahlsiegers Donald Trump angeklagt. Ziel sei gewesen, im politischen System der USA Zwietracht zu sähen, hieß es in der Anklageschrift des Sonderermittlers Robert Mueller. Dies sei teilweise auch über Facebook und Twitter geschehen. Beide Internetunternehmen hatten eingeräumt, dass künftig mehr getan werden müsse, um derlei Einflussnahme zu verhindern.

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Whistleblowerin berichtet über russische "Trollfabrik" (19.02.2018)

uh/qu (afp, rtr)

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