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Wirtschaft

Kurz vor Schluss drehte der DAX ins Plus

In Frankfurt haben die meisten Aktien am Mittwoch Verluste verzeichnet. Immerhin konnten sich die Indizes im Gefolge zeitweise fester US-Börsen von ihren Tagestiefständen entfernen.

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Börsianer bei der Arbeit

Am Ende blieb für den DAX ein leichtes Plus von 0,3 Prozent auf 4780 Punkte. Am Neuen Markt kam der Nemax-50-Index nicht aus der Verlustzone. Der Schlußstand hier: 950 Punkte, ein Minus von 0,2 Prozent.

Händler sprachen von einem richtungslosen Handel. Die Stimmung bleibe unverändert düster, denn auch in Frankfurt macht man sich Sorgen um mutmaßlich unsaubere Bilanzierungspraktiken amerikanischer Unternehmen.

Bekanntgabe der Geschäftszahlen

Mit der HypoVereinsbank und DaimlerChrysler haben am Mittwoch gleich zwei große Unternehmen aus dem DAX Geschäftszahlen vorgelegt.

Bei der HypoVereinsbank fiel der Gewinn im vergangenen Jahr um ein Drittel niedriger aus als im Vorjahr. Das war zwar kein gutes Ergebnis, aber immer noch um einiges besser, als Analysten erwartet hatten. Außerdem gab die Bank einen vorsichtig optimistischen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, auch die Dividende soll unverändert beibehalten werden. Das freute die Anleger, und die Aktie der HypoVereinsbank war mit einem Plus von vier Prozent stärkster Wert im DAX.

Ebenfalls nicht berauschend waren die Zahlen von DaimlerChrysler. Vor allem wegen der kränkelnden US-Sparte Chrysler schrieb das Unternehmen - alles mit eingerechnet - im letzten Jahr einen Verlust. Im laufenden Jahr wolle man aber wieder schwarze Zahlen schreiben, sagte Konzern-Boss Jürgen Schrempp. Auch hier waren die Anleger offenbar froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist, das Papier gewann über zwei Prozent.

Verlust bei Fresenius

Die Aktie des Medizintechnik- und Dialysekonzerns Fresenius stand erneut unter Druck und verlor über zwei Prozent. Am Markt verbreite sich Unsicherheit wegen möglicher Geldforderungen aus den USA, hieß es an der Börse. Vergangene Woche hatte das Unternehmen mitgeteilt, für die Beilegung des Streits mit US-Krankenversicherern hohe Rücklagen gebildet zu haben.

Am Neuen Markt stach die Aktie der Telefongesellschaft MobilCom heraus. Das Unternehmen streitet sich mit seinem Partner France Telecom darüber, wann und wieviel in den Aufbau des sogenannten UMTS-Netzes für die nächste Mobilfunk-Generation zu investieren ist.

Während MobilCom-Gründer Gerhard Schmid rasch einen Milliardenbetrag investieren will, möchte France Telecom diese Ausgaben möglichst weit hinausschieben, hieß es an der Börse. Beobachter glauben, dass France Telecom auf Zeit pokert, um die überschuldete MobilCom möglichst günstig übernehmen zu können. Bereits heute hält France Telecom über seine Tochter Orange fast 30 Prozent an MobilCom. Die Aktie von MobilCom brach am Mittwoch um fast 20 Prozent auf 12 Euro ein.

Der Rentenmarkt zeigte sich etwas schwächer. Der Bund-Future fiel um 0,2 Prozent auf 107,40 Punkte. Der Rentenmarkt- Index Rex gab 0,22 Prozent auf 112,52 Zähler nach. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 4,81 Prozent fest, sieben Basispunkte höher als am Vortag.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 76,20 -1,03
Allianz 248,00 3,50
BASF 40,95 0,20
Bayer 33,45 0,15
Bay. HypoVereinsbank 33,65 1,28
BMW 41,01 -0,14
Commerzbank 18,56 0,23
DaimlerChrysler 41,72 0,97
Degussa 33,40 -0,43
Deutsche Bank 63,80 -0,20
Deutsche Post 14,86 -0,26
Deutsche Telekom 15,50 0,26
E.ON 56,10 -0,12
Epcos 41,47 0,02
Fresenius Medical Care 57,06 -1,29
Henkel 64,71 0,63
Infineon Technologies 25,15 -0,45
Linde 52,24 -0,11
Lufthansa 17,09 -0,03
MAN 25,53 -0,05
Metro 36,55 -0,05
MLP 60,35 -1,91
Münchener Rück 270,50 1,44
Preussag 31,35 -0,05
RWE 40,58 0,03
SAP 151,50 1,00
Schering 65,90 -0,60
Siemens 63,20 -1,11
ThyssenKrupp 16,48 0,00
VW 50,47 -0,23


Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro entspricht:

0,8743 US-Dollar
116,90 jap. Yen
0,6114 brit. Pfund

  • Datum 20.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1s7Y
  • Datum 20.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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