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Kultur

Kurz und heftig

Er kann es noch immer. Auch mit 55 Jahren rennt Iggy Pop wie ein Irrer über die Bühne, schüttelt seinen sehnigen nackten Oberkörper, turnt auf einem Verstärker und macht zweideutige Verrenkungen. Er springt wie ein wildgewordenes Rumpelstilzchen, er stürzt sich von der Bühne auf die ausgestreckten Arme im Publikum, um schließlich zum Kind zu werden – macht den Fans eine lange Nase und streckt ihnen vergnügt die Zunge heraus. Die rund 2000 Fans im Hamburger Stadtpark erlebten am Sonntagabend (15. Juni 2003) beim einzigen Deutschlandkonzert des "Urvaters des Punk" einen nach wie vor unglaublich vitalen Iggy Pop.

Genie und Wahnsinn gehören bekanntlich häufig zusammen. Im Idealfall halten sie sich die Waage, bei Iggy Pop überwiegt vermutlich ein wenig der Wahnsinn. In den 1970er Jahren machte er insbesondere mit seinen skandalösen Auftritten von sich reden, bei denen er seinen Oberkörper zuweilen mit Glasscherben zerschnitt und sich mit Erdnuss-Butter beschmierte. Mehrfach brachte sich der Musiker durch Drogenkonsum an den Rand der Selbstzerstörung, landete in einer psychiatrischen Klinik, aus der ihn Freund David Bowie wieder herausholte.

  • Datum 16.06.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3ktf
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