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Wirtschaft

Kursrallye geht weiter

Der Appetit der Anleger auf die lange verschmähten Technologie-Aktien treibt in Frankfurt, New York und Tokio die Kurse nach oben.

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Der Deutsche Aktienindex DAX stand am Mittag bei 5.340 - ein Plus von 70 Punkten oder 1,3 Prozent, und der Nemax 50 stieg auf 1.279 Punkte - 27 Punkten oder 2,2 Prozent höher..

Warnungen vor Kursblase

Nachdem die Kurse seit tagen auf breiter Linie steigen, mehren sich die Stimmen, die vor einer Kursblase warnen. So sind zum Beispiel die Kurse am Neuen Markt in den vergangenen Tagen um 13 Prozent gestiegen, ohne dass es fundamental neue Daten gäbe, das müsste eigentlich zu denken geben. Einige Händler rechnen auch damit, dass heute im Laufe des Tages Gewinnmitnahmen einsetzen
könnten.

Derweil aber freuen sich die Börsianer über gute Nachrichten: Infineon profitieren weiterhin von der Erholung an den Märkten für Speicherchips und legen 4,1 Prozent zu, Metro sind durch Merill Lynch heraufgestuft worden und legen 5,1 Prozent zu, Lufthasa profitieren von guten Zahlen der niederländischen KLM und legen 4,4 Prozent zu, nur Schering kann trotz eines positiven Kommentars von Schröder Salomon Smith Barney nicht zulegen und verlieren 0,4 Prozent.

Chip-Rallye in New York

In den USA haben insbesondere die Aktien der Halbleiter-Hersteller und in deren Folge auch die anderen High-Techs den Dow Jones gestern nach oben gezogen, er gewann knapp 99 Zähler oder knapp ein Prozent auf 10.172 Punkte, gefragt waren Titel wie Intel, IBM, Hewlett-Packard und Microsoft. Die eigentliche Musik aber spielte an der Technologiebörse Nasdaq: Dort stieg der zugehörige Branchenindex, der Nasdaq Composite, sogar um knapp 65 Zähler oder 3,3 Prozent auf 2.044 Punkte. Im Mittelpunkt standen Werte wie Dell Computer oder EMC.

High-Tech-Kaufrausch in Tokio

Das hat auch ganz offensichtlich die Japaner beflügelt. Die hatten drei Feiertage hintereinander und haben auch heute nur einen halben Tag gearbeitet - aber das reichte, um den Nikkei am ersten Handelstag im neuen Jahr kräftig nah oben zu ziehen - auch hier angeführt von den Technologiewerten wie Toshiba, NEC, Hitachi und Sony, die zwischen sieben und über zehn Prozent zulegten. Der Nikkei gewann knapp 329 Punkte oder 3,1 Prozent auf 10.871 Punkte.

Die Euro-Euphorie im Zusammenhang mit der Bargeldeinführung hat sich etwas gelegt, an den Devisenmärkten wird der Euro überall knapp unter der 90 Cent-Marke gehandelt. In New York stellte er sich gestern auf 89,90 amerikanische Cents, in Tokio lag er heute bei 89,94 und in Frankfurt heute mittag bei 89,58 amerikanischen Cent.

  • Datum 04.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1fmP
  • Datum 04.01.2002
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