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Wirtschaft

Kurse geben weiter nach

Die deutschen Aktienindizes haben am Montag weiter nachgegeben. Der Deutsche Aktienindex DAX büßte 104 Punkte oder 2,8 Prozent auf 3609 ein.

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Größter Verlierer im DAX: die Aktie der Deutschen Lufthansa

Der NEMAX 50 am Neuen Markt sank um 1,7 Prozent oder 8 Punkte auf 486. Der Handel verlaufe ziemlich träge und äußerst lustlos, sagten Händler, und das ist auch kein Wunder, denn es fehlen die Impulse aus den USA. Die US-Börsen sind wegen eines Feiertages geschlossen.

Trotz der Minuszeichen bei DAX und Nemax sprechen die Händler allerdings nicht von einer erneuten Verkaufswelle, wie wir sie in den vergangenen Wochen gesehen haben. Es gebe nur einfach keine Käufer zur Zeit. Auch die Börse bekomme immer mehr zu spüren, dass die konjunkturellen Aussichten keinen Mut machen, in Aktien zu investieren. Im August wurden an den deutschen Börsen Aktien für 69,2 Milliarden Euro umgesetzt - ein Einbruch im Vergleich zum Vormonat um 33 Prozent.

Hinzu komme die ungeklärte Situation, wie das Säbelrasseln der USA gegenüber dem Irak ausgehen wird, und der nahende Jahrestag des 11. September, verbunden mit der Angst vor erneuten Anschlägen. Das lasse viele Anleger fragen: Wozu soll ich mich ausgerechnet jetzt neu engagieren, bei den niedrigen Kursen wird es wohl noch eine Weile bleiben.

Darüber hinaus lag der am Montag veröffentlichte Reuters-Einkaufsmanagerindex für Europa für den Monat August zwar mit 50,8 Punkten im positiven Bereich (alles über 50 Punkte signalisiert bekanntlich weiteres Wachstum), aber die Erwartungen der Analysten hatten bei 51 Punkten gelegen, es gab also eine leichte Enttäuschung.

Außerdem wird der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels seine Umsatzprognose für das laufende Jahr erneut senken. Das sagte HDE-Präsident Hermann Franzen am Montagmorgen in Berlin, und das hat Folgen für die Einzelhandelstitel: Metro-Aktien verloren über fünf Prozent.

Größter Verlierer im DAX war die Aktie der Deutschen Lufthansa. Einerseits wird der Wert belastet durch einen möglichen Verlust von Marktanteilen an den Konkurrenten TUI, der den Start einer Billig-Fluglinie plant. Andererseits belaste auch die vom Konkurs bedrohte US-Fluggesellschaft United Airlines (UAL) die Aktie. UAL ist einer der Lufthansa-Partner im weltgrößten Luftfahrtbündnis Star Alliance. Lufthansa-Papiere gaben 5 3/4 Prozent nach.

Unter Abgabedruck desgleichen Versicherer: Allianz verloren 2,5 Prozent, Münchener Rück 4,25 Prozent. Morgan Stanley hatte die Branche europaweit herabgestuft. Goldman Sachs hatte die Prognose für den Gewinn der Allianz im laufenden Jahr kräftig gesenkt.

Die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere wurde vier Basistellen niedriger mit 4,32 Prozent ermittelt.

Die Schlusskurse im Dax wie immer ohne Gewähr:

Adidas 72,90 (+ 0,15)

Allianz 127,75 (- 3,24)

BASF 41,50 (- 0,54)

Bayer 23,35 (- 0,88)

HypoVereinsbank 21,52 (- 0,46)

BMW 37,30 (- 1,24)

Commerzbank 10,89 (- 0,25)

DaimlerChrysler 42,72 (- 1,35)

Degussa 30,99 (+ 1,46)

Deutsche Bank 61,45 (- 1,74)

Deutsche Post 11,05 (- 0,06)

Deutsche Telekom 10,90 (- 0,54)

E.ON AG 51,80 (- 0,74)

EPCOS 14,56 (- 0,69)

Fresenius Med. Care 29,00 (- 0,10)

Henkel 68,28 (- 1,52)

Infineon Techno 11,19 (- 0,58)

Linde 42,26 (- 0,24)

Lufthansa 12,14 (- 0,74)

MAN 20,35 (- 0,54)

Metro 24,58 (- 1,32)

MLP 15,80 (- 0,09)

Münchener Rück 177,80 (- 7,89)

TUI AG 22,13 (- 0,63)

RWE 37,05 (- 0,40)

SAP 74,80 (- 3,72)

Schering 55,69 (- 0,72)

Siemens 46,35 (- 1,71)

ThyssenKrupp 13,60 (+ 0,16)

VW 45,15 (- 1,25)

Ausgewählte Devisennotierungen aufgrund der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank - danach kostete ein €uro:

US-Dollar 0,9821

Brit. Pfund 0,6343

Schw. Franken 1,4714

Japan. Yen 116,08