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Wissen & Umwelt

Kuriositäten aus der Wissenschaft

Ein trampender Roboter, Begegnungen mit Löwen und die von Männern lang ersehnte Berechnung der durchschnittlichen Penislänge: Viele Wissenschaftler berichteten über kuriose Entdeckungen oder Erlebnisse. Ein Rückblick.

HitchBOT Reisen per Anhalter (Foto: Reuters)

Per Anhalter unterwegs: HitchBot

Ein Roboter alleine unterwegs:

"HitchBot" heißt ein Roboter aus Eimer, Schwimmnudeln, Kinder-Gummistiefeln und einem Tablet-Computer als Hirn, der im Februar kreuz und quer durch

Deutschland

getrampt ist. Die kanadischen Erfinder wollten wissen: Akzeptieren Menschen die Maschine und bauen sie eine Beziehung auf? Autofahrer brachten "HitchBot" zum Schloss Neuschwanstein, zum Kölner Rosenmontagsumzug und nach Berlin. Der Zugang zum Reichstag wurde ihm allerdings verwehrt: Es habe weder eine Akkreditierung noch eine Anmeldung vorgelegen, teilte die Bundestagsverwaltung mit. Bei einer Reise durch die USA wurde "HitchBot" dann von Unbekannten zerstört.

Was so richtig schief ging:

Unter dem Twitter-Stichwort #fieldworkfail berichten Wissenschaftler von lustigen Missgeschicken. Auf der Suche nach Affen stehen zwei Forscher in Tansania plötzlich einem Löwen gegenüber. Sie fliehen auf einen kleinen Baum. Doch der hält ihr Gewicht nicht aus und sie landen krachend wieder auf dem Boden. Zum Glück ist der Löwe genauso überrascht. Nicht wie geplant lief es auch bei einer Forscherin, die mit Sekundenkleber einen Funksender an einem Krokodil befestigen wollte - sie blieb selbst kleben.

Das Klo der Ameisen:

Wenn Ameisen mal müssen, nutzen sie dafür bestimmte Ecken in ihren Nestern. Das haben Forscher der Universität Regensburg herausgefunden. In einem Experiment nutzten die Tierchen gezielt ein oder zwei Ecken des Nests als Sanitäranlagen. Warum die Ameisen das tun und nicht etwa nach draußen gehen, um ihre Notdurft zu verrichten, gibt den Forschern noch Rätsel auf.

Und der Durchschnitt ist:

Exakt 13,12 Zentimeter misst der durchschnittliche Penis in erigiertem Zustand. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Londoner King's College, die 17 Studien mit insgesamt 15.521 vermessenen Geschlechtsteilen untersucht haben. Die Wissenschaftler wollen damit Ärzten Argumente liefern, die ihre besorgten Patienten davon überzeugen müssen, dass deren bestes Stück normal ist.

Kuriose Nobelpreise:

Schon zum 25. Mal wurden an der Eliteuni Harvard die Ig-Nobelpreise für kuriose Forschungen verliehen. Ein Preis ging an ein Team aus den USA, weil es herausfand, dass fast alle Säugetiere ihre Blase innerhalb von 21 Sekunden leeren – oder bis zu 13 Sekunden schneller oder langsamer. Den Preis für Wirtschaft bekam die Polizei Bangkok, weil sie Polizisten zusätzliches Geld angeboten hat, wenn sie Bestechungsgelder ablehnen.

Bizarre Tiere:

Jeden Tag werden auf der Erde neue Arten entdeckt - auch solche, bei denen Wissenschaftler ihren Augen nicht trauen. Auf ihrer Top-Ten-Liste der bizarrsten Arten 2015 nennt die State University of New York (Syracuse) etwa eine Spinne aus Marokko, die mit akrobatischen Sprüngen fliehen kann. Die Kunstturnerin, die ein Forscher entdeckte, heißt

Cebrennus rechenbergi

und schafft mit einer Art Radschlagen oder Flickflack fast zwei Meter pro Sekunde. Auch das "Huhn aus der Hölle" ist unter den Top Ten: das Fossil eines Dinos (Anzu wyliei), der Eier bebrütete, einen Schnabel und Federn hatte - das "Huhn" wurde allerdings bis zu 300 Kilogramm schwer.

Marokkanische Flick-Flack-Spinne (Foto: Prof. Dr. Rechenberg)

Die marokkanische Flick-Flack-Spinne

Deutsche überraschend abergläubisch:

Es gibt es wirklich - das glaubt zumindest eine Mehrheit der Deutschen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov meinten 56 Prozent, dass es intelligente außerirdische Lebewesen gibt, die die Fähigkeit zur Kommunikation haben. Gut ein Fünftel glaubt sogar, dass die Außerirdischen von uns wissen - sich aber entschieden haben, uns nicht zu kontaktieren.

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