Kuriose Fakten über Geldscheine | Deutschland | DW | 03.04.2017
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Deutschland

Kuriose Fakten über Geldscheine

Fälschungssicher soll er sein - der neue 50-Euro-Schein. Was die Größe angeht, ist er jedoch nur Mittelmaß. Der bislang kleinste Geldschein war so groß wie eine Briefmarke, ein anderer passte in keine Hosentasche.

Deutschlands neuer 50-Euro-Schein (picture alliance/augenklick/M. Hartmann)

Der neue 50-Euro-Schein wird ab Dienstag ausgegeben

Der bislang kleinste Geldschein der Welt kam aus Rumänien. Die Notenbank in Bukarest gab den 10-Bani-Schein im Jahr 1917 heraus - als Notwährung. Da die Rohmaterialien für Münzen während des Ersten Weltkriegs knapp bemessen waren, musste auch bei sehr geringem Wert auf Geldscheine zurückgegriffen werden. Mit einer Größe von 27.5 mal 38 Millimeter war das grün-braune Scheinchen gerade mal so groß wie eine Briefmarke. 

Für herkömmliche Portemonnaies eher ungeeignet war der bislang größte Geldschein - die philippinische 100.000-Piso-Note ist größer als ein Blatt DIN A4-Papier. Ausgegeben wurde sie 1998, anlässlich des 100. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung der Philippinen. Heute ist sie vor allem wegen ihres Sammlerwerts attraktiv.

Eine Eins mit 14 Nullen

Am meisten kaufen konnte man jahrelang mit dem 10.000-Dollar Schein aus Singapur - mit einem Gegenwert von mehr als 6000 Euro war er die wertvollste Banknote der Welt. 1973 eingeführt, wurde er 2004 allmählich wieder aus dem Verkehr gezogen - um die Geldwäsche einzudämmen.

100 Billionen Simbabwe-Dollar von 2008 (Gemeinfrei)

Ein Schein für 100 Billionen Simbabwe-Dollar

Aus Simbabwe stammt die Note mit dem höchsten Zahlenwert - der 100-Billionen-Dollar-Schein. Eingeführt wurde er 2009 als Reaktion auf die grassierende Hyperinflation in dem afrikanischen Land. Sie führte zwischenzeitlich dazu, dass etwa ein Laib Brot 300 Milliarden Simbabwe-Dollars kostete.

Der Rekord-Geldschein aus Simbabwe trug eine Eins mit 14 Nullen - viele andere Länder haben hingegen keine großen Scheine, auch die Volksrepublik China nicht. Der größte Schein dort ist die 100-Yuan-Note mit einem aktuellen Gegenwert von rund 13,50 Euro. Weil Chinesen ihre Geldgeschäfte traditionell bar abwickeln, heißt das: Bei einer größeren Anschaffung wie dem Kauf eines Autos oder einer Immobilie erscheinen die Kunden mit Reisetaschen voller Geld.

China 100 Yuan Scheine (Getty Images/AFP/F. Dufour)

Der Schein mit dem höchsten Wert in China ist der 100-Yuan-Schein

Jeder Schein muss harte Stresstests bestehen

Die Produktion von Geldscheinen ist längst eine Hochtechnologie - nicht nur, um die Scheine fälschungssicher zu machen. Für Euro-Scheine sind 90-Grad-Wäschen in der Waschmaschine, aggressives Knüllen oder Nagellackentferner kein Problem. Bevor sie in Umlauf kommen, werden sie harten Tests unterzogen.

Weil sie am häufigsten benutzt werden, haben Fünf- und Zehn-Euro-Scheine die kürzeste Lebensdauer und werden in der Regel nach sechs Monaten aus dem Verkehr gezogen. 200- und 500-Euro-Scheine sind stattdessen jahrelang im Umlauf - sie liegen die meiste Zeit im Tresor.

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