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Aktuell Nahost

Kurden zu Syrien-Verhandlungen nicht geladen - bislang

Am Freitag soll in Genf eine Friedenskonferenz für Syrien stattfinden. Aber immer noch gibt es Streit darüber, ob die syrischen Kurden teilnehmen werden. Eingeladen wurden sie bislang nicht.

Trotz der Forderung Russlands hat der UN-Gesandte Staffan de Mistura bislang keine Einladung an die umstrittene Kurden-Partei PYD verschickt. "Wir wissen nicht, was passieren wird, aber es ist unwahrscheinlich, dass wir eingeladen werden", sagte der PYD-Co-Vorsitzende Salih Muslim der Deutschen Presse-Agentur. Die Kurden müssten teilnehmen, um Demokratie, Säkularismus und Freiheit zu garantieren. "Sonst könnten wir am Ende eine Art Islamisches Kalifat oder Emirat haben", befürchtet Muslim.

Partner der USA im Kampf gegen den IS

Die Teilnahme der PYD ist einer der größten

Streitpunkte bei dem Versuch, die erste Friedenskonferenz seit zwei Jahren für das Bürgerkriegsland Syrien zu organisieren.

Während die USA die PYD militärisch unterstützen, hat die Türkei sie zur Terrorgruppe erklärt. Die PYD ist nämlich der syrische Arm der verbotenen Arbeiterpartei PKK, die von der Regierung in Ankara und auch von der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

Moskau: Kurden könnten später hinzustoßen

Unklar ist, ob die PYD auf andere Art in die Verhandlungen eingebunden wird. Der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die Kurden könnten im Verlauf der Konferenz hinzukommen. Der UN- Gesandte Mistura habe einen Platz für sie am Verhandlungstisch reserviert. Er wolle sie zu einem späteren Zeitpunkt einladen.

Es wäre unfair, wenn die Gespräche ohne die mächtige Kurdenorganisation stattfänden, die große Teile von Nordsyrien kontrolliert, so Gatilow.

uh/djo (dpa, rtr)