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Irak

Kurden-Konflikt: USA dringen auf Mäßigung

Der Konflikt zwischen den Kurden und den irakischen Truppen droht zu eskalieren. Washington ruft die Regierung des Irak zur Besonnenheit auf. Und hofft darauf, dass sich die verfeindeten Parteien verständigen.

Irak Konflikt im Norden (picture-alliance/dpa/AP/K. Mohammed)

Kurdische Verbände verlassen Altun Kupri

Das US-Außenministerium zeigte sich besorgt aufgrund von Berichten über gewaltsame Zusammenstöße in der Umgebung der Ortschaft Altun Kupri. Um Missverständnisse und weitere Gefechte zu vermeiden, müsse die irakische Regierung die Bewegungen von Truppen in den umstrittenen Gebieten auf die Regionen begrenzen, die mit der kurdischen Regionalregierung abgestimmt seien.

Die irakischen Streitkräfte hatten am Freitag Sicherheitskreisen zufolge nach einem dreistündigen Gefecht die Kontrolle über den letzten Distrikt in der ölreichen Region Kirkuk übernommen, der immer noch in der Hand der kurdischen Peschmerga war. Altun Kupri liegt an der Straße zwischen Kirkuk und Erbil, der Hauptstadt der halb-autonomen Region Kurdistan.

"Wir rufen die Zentralregierung auf, die Lage zu beruhigen", hieß es weiter in der Erklärung des US-Außenministeriums. Bagdad müsse sich mit  der kurdischen Regionalregierung absprechen. Der Status der zwischen der irakischen Regierung und der kurdischen Führung umstrittenen Territorien bleibe so lange offen, bis eine Einigung auf verfassungsgemäßer Grundlage erzielt sei - auch wenn Bagdad derzeit in einigen Regionen die Oberhand habe, hieß es weiter in Washington.

Nach dem Referendum

Die Kurden im Nordirak wie auch die irakische Regierung sind wichtige Verbündete Washingtons im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Trotz des gemeinsamen militärischen Vorgehens gegen die Dschihadisten besteht die seit Jahrzehnten andauernde Rivalität zwischen der kurdischen Regionalregierung in Erbil und der Regierung in Bagdad fort.

Nach dem Referendum vom 25. September, bei dem die Kurden fast geschlossen für die Unabhängigkeit stimmten, waren die Spannungen eskaliert. Es gab vereinzelt Gefechte, doch zogen sich die Peschmerga zumeist aufgrund einer Vereinbarung einiger kurdischer Anführer mit Bagdad zurück.

ml/haz (rtr, afp)