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Fußball

Kuranyi sagt endgültig ade

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi beendet mit 35 Jahren seine aktive Fußballkarriere und entscheidet sich für die schwäbische Heimat. Statt in seinem Geburtsland Brasilien zu spielen, will er Zeit für die Familie haben.

Kevin Kuranyi beendet mit sofortiger Wirkung seine Karriere. Seine fußballerisch erfolgreichsten Zeiten feierte der zuletzt vereinslose Offensivspieler im Dress des VfB Stuttgart und des FC Schalke 04, mit denen er je einmal Vizemeister wurde. In 52 A-Länderspielen traf er 19 Mal und wurde mit der deutschen Nationalmannschaft 2008 EM-Zweiter.

"Der Blinde hört endlich auf", schrieb Kuranyi mit einem Augenzwinkern auf seiner Homepage in einem emotionalen Abschiedsbrief zum Ende seiner bewegten Karriere und griff darin auch das schwierigste Kapitel seiner erfolgreichen Laufbahn auf - den unrühmlichen Abgang aus der Nationalmannschaft im Herbst 2008, nachdem er beim Länderspiel in Dortmund gegen Russland von Bundestrainer Joachim Löw nicht für den Kader aufgeboten wurde und in der Halbzeitpause deshalb verärgert die Tribüne verließ. "Das verfolgt mich bis heute", so Kuranyi.

Über Russland zurück nach Deutschland

Deutschland Nürnberg Kevin Kuranyi DFB (picture-alliance/dpa/D. Karmann)

Kuranyis Zeit bei der DFB-Elf endete abrupt

Nach fünf Jahren bei Dynamo Moskau war Kuranyi 2015 nach Deutschland, in die Bundesliga zurückgekehrt und spielte eine Saison lang für die TSG 1899 Hoffenheim. Dort kam der gebürtige Brasilianer jedoch nicht über eine Reservistenrolle hinaus. Nach einem Jahr ohne Profi-Vertrag, soll nun endgültig Schluss sein. "Es gab zwar verschiedene Angebote, über die ich tagelang nachgedacht habe. Zum Beispiel aus Brasilien, meinem Geburtsland. Am Ende des Tages habe ich mich aber für die Familie entschieden. Und für meine Heimat Stuttgart. Ich hatte eine gute Karriere", so Kuranyi, der in 275 Bundesligaspielen 111 Tore erzielte. "Irgendwann kommt die Zeit dafür. Ich bin 35 geworden und möchte mehr Zeit für andere Dinge haben. Ich gebe zu, ab und zu juckt es mich, auf den Platz zu laufen und wieder zu kicken, aber es ist viel schöner, dauerhaft das Familienleben genießen zu können - an Geburtstagen zu Hause zu sein, am Wochenende etwas mit den Kindern unternehmen zu können."

mvm/asz (dpa)

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