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Kultur

Kunstschätze aus Tibets Klöstern - Protest von Tibet-Vereinen

Herausragende Kunstschätze aus Tibet sind ab Mittwoch im Museum für Asiatische Kunst in Berlin zu sehen. Die von Menschenrechtsgruppen kritisierte Ausstellung mit dem Titel "Tibet´-Klöster öffnen ihre Schatzkammern" präsentiert rund 150 bis zu 1.500 Jahre alte Meisterwerke. Die Skulpturen, Gemälde, Manuskripte und Altargeräte vermittelten einen einmaligen Einblick in die buddhistische Kultur auf dem "Dach der Welt", sagte Kuratorin Jeong-hee Lee-Kalisch am Dienstag vor Journalisten.

Begleitet wurde die Pressekonferenz in Berlin-Dahlem von einer Mahnwache mehrerer Tibet-Organisationen, die sich für Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes einsetzen. Sie werfen den Ausstellungsmachern unter anderem vor, die Geschichte der chinesischen Besetzung Tibets seit 1950, die Zerstörung eines Großteils der 6.000 Klöster, die fehlende Religionsfreiheit und die aktuelle Menschenrechtslage systematisch auszuklammern. Sie forderten weitere Texttafeln in der Ausstellung und Ergänzungen im Katalog sowie von Bundespräsident Horst Köhler als Schirmherrn der Ausstellung eine öffentliche Stellungnahme zu der politischen Situation in Tibet.

Die Ausstellungsmacher reagierten auf die Vorwürfe mit dem Hinweis, es handele sich um eine reine Kunstausstellung. Vorwürfen, die im Museum befindliche Buchhandlung sei angehalten worden, keine Schriften des aus Tibet geflohenen Religionsoberhauptes Dalai Lama sowie Publikationen über die aktuelle politische Lage zum Verkauf anzubieten, dementierte der Direktor des Museums für Asiatische Kunst, Willibald Veit, nicht.