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Kunst

Kunstsammlung von David Bowie zu Rekordpreisen versteigert

David Bowie war nicht nur ein Popstar, er war auch ein leidenschaftlicher Kunstsammler. Seine private Kollektion wurde nun bei Sotheby's versteigert. Insgesamt kamen 345 Werke für rund 38 Millionen Euro unter den Hammer.

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Hohe Gebote für Bowies Kunstsammlung

"Kunst war, ganz ernsthaft, das Einzige, was ich jemals besitzen wollte", sagte David Bowie 1998 in einem Interview mit der New York Times. Seine Leidenschaft war mehr als der Wunsch, sein Geld auf einem wachsenden Markt gewinnbringend anzulegen, wie man es heute vielfach beobachten kann. David Bowie kannte sich aus, wie die Ausstellung seiner Kunstsammlung im Auktionshaus Sotheby's in London beweist. "Bowie/Collector" hat seit dem 1. November bereits mehrere zehntausend Menschen angezogen. Nicht jeder unter ihnen ist ein potentieller Kaufinteressent, auch viele Fans des vor zehn Monaten verstorbenen Popstars sehen sich die Werke an. David Bowie hatte sich nicht auf eine Epoche festgelegt. Zu seiner privaten Sammlung gehörten Gemälde des Renaissance-Malers Tizian genauso wie solche von Erich Heckel, Francis Picabia oder Damien Hirst.

London Versteigerung der privaten Kunstsammlung David Bowies bei Sotheby's Foto: GettyImages/L. Neal

"Beautiful, Hallo Space-Boy Painting" von Damien Hirst wird auf circa 300.000 Euro geschätzt

Schätzwert der Werke: rund 15 Millionen Euro

Das teuerste Gemälde stammt von dem afroamerikanischen Maler Jean-Michel Basquiat: "Air Power" (1984) wurde vor der Auktion auf knapp vier Millionen Euro geschätzt. Gekauft wurde es schließlich für die doppelte Summe. Insgesamt kamen 345 Werke am Donnerstag und Freitag unter den Hammer. Sie brachten knapp 40 Millionen Euro ein. Deutlich mehr, als vorab erwartet worden war.

Zu den meisten Kunstwerken hatte Bowie eine persönliche Beziehung: "Mein Gott, ja! Ich will so klingen wie das hier aussieht", sagte er über das Werk des 1931 in Berlin geborenen britischen Malers Frank Auerbach. Auch der Kunst von Jean-Michel Basquiat fühlte er sich verwandt: Der Stil des Afroamerikaners sei eng mit Rockmusik verbunden, befand er. Beim Objektkünstler Marcel Duchamp zog er Parallelen zu seinem Künstlerleben: "Ich war glücklich der Duchamp des Rock zu sein. (...) Er war alles für mich, weil er sagte, dass die Kunst tot sei. Diese Aussage war so mutig."

London Versteigerung der privaten Kunstsammlung David Bowies bei Sotheby's (picture-alliance/dpa/Photoshot)

"Air Power" von Jean-Michel Basquiat gilt als Prunkstück der Sammlung

David Bowie ist am 10. Januar im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben. Seine Leidenschaft für die Kunst nahm seit den 1990er Jahren solche Ausmaße an, dass sich die Familie nun von hunderten Werken trennt. Finanziell nötig hätte sie es wohl nicht, weil das Erbe des Musiker nach Schätzungen des britischen "Guardian" weit mehr über 100 Millionen Euro wert ist.

so/ash (dpa, AFP, Sotheby's)

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