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Kultur

Kunstfestival "Transmediale" gestartet

Fünf Tage lang geht es im Berliner Haus der Kulturen der Welt darum, wie Big Data und Überwachung unser Leben beeinflussen.

Nahezu jeder, der ein Handy oder einen Computer beseitzt, hinterlässt eine Menge digitaler Spuren. Auf der diesjährigen "Transmediale" wollen Künstler, Programmierer und Netzaktivisten herausfinden, wie stark unsere Gesellschaft bereits digitalisiert ist. Das diesjährige Motto lautet "Capture all" - Sammelt alles.

Der künstlerische Leiter des Festivals Kristoffer Gansing erklärt, dass dieses Motto sich ganz bewusst an die Snowden-Dokumente anlehne, die "Capture all" als Leitmotiv der Geheimdienste offenbarten. "Wir sind zu Mitspielern der Überwachung geworden, als Spieler, Nutzer, Arbeiter", so Gansing. Das Festival will herausfinden, wie man sich in einer Welt, die mehr und mehr von Messungs- und Automationsabläufen bestimmt wird, noch selbständig bewegen kann.

So werden auf der "Transmediale" sämtliche Lebensbereiche beleuchtet, in die Überwachung, Vermessung und Analyse schon Einzug erhalten haben. Bis zum 1. Februar gibt es Diskussionen, Filme und Kunstausstellungen zu sehen. Außerdem haben sich prominente Netzkenner angesagt - so wird etwa der Netz-Kritiker Evgeny Mozorov über den Einfluss von Algorithmen im Alltag sprechen, auch der Medienwissenschaftler und Autor des "Hacker-Manifests", McKenzie Wark, wird auftreten. Eine besondere Performance verspricht LaTurbo Avedon: Sie ist ein Avatar, ein Kunstwesen, das noch nie außerhalb eines Computers existiert hat.

sw/pg (dpa/transmediale)