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Kultur

Kunst & Film: Marina Abramović

Eine bahnbrechende Künstlerin: Die aus Serbien stammende Marina Abramović gilt als Mutter der Performance-Art. Jetzt kann man einen Ausschnitt aus ihrem Werk zu Hause anschauen.

Auch Marina Abramović hat bei der Biennale in Venedig schon einmal gewonnen. Das Kunstspektakel, das in einigen Tagen beginnt, verlieh Abramović den Goldenen Löwen vor 16 Jahren. Damals war die vor allem mit Aufsehen erregenden Performance-Auftritten bekannt gewordene Abramović in der Kunstwelt schon anerkannt. Doch zur Legende wurde sie erst mit der Retrospektive ihrer Arbeiten im Museum of Modern Art (MoMA) in New York im Frühjahr 2010. Unter dem Titel "The Artist is Present" stellte sie sich selber aus: auf einem Stuhl, sechs Tage die Woche für jeweils sieben Stunden, und das drei Monate lang. Die Besucher konnten sich ihr gegenübersetzen und in einen "geistigen Dialog" treten.

Wem das alles seltsam vorkommt, der kann sich jetzt den Dokumentarfilm "The Artist is Present" anschauen. Der Regisseur Matthew Akers hat es geschafft, etwas vom Reiz des Live-Spektakels ins andere Medium hinüberzuretten. Der Faszination dürfte sich kaum ein Zuschauer entziehen können. Höhepunkt der Performance: die Szene, als ihr langjähriger Lebens- und Kunstpartner, der Deutsche Ulay, den Platz gegenüber der Künstlerin einnimmt. Kunst und Leben verschwimmen hier. Eine eindrucksvolle Dokumentation, die die Grenzen künstlerischer Arbeit auslotet. Zu sehen war der Film in Deutschland erstmals bei der Berlinale 2012.

Matthew Akers: Marina Abramović - The Artist is Present, USA 2012, 106 Minuten, auf DVD und BluRay erschienen bei EuroVideo.