Kultur.21 - Mit den Waffen der Kunst - Begegnung mit Shirin Neshat | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 08.06.2018
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Kultur.21

Kultur.21 - Mit den Waffen der Kunst - Begegnung mit Shirin Neshat

Was für eine Künstlerin! Shirin Neshat unterstützt Oppositionelle im Iran, liebt Gegensätze und versteht sich als Freiheitskämpferin, die die Waffen der Kunst gegen die Unterdrückung islamischer Frauen einsetzt. Ein Kultur.21-Spezial.

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Der internationale Durchbruch gelingt der 1957 im Iran geborenen und heute in New York lebenden Künstlerin, Filmemacherin und Fotografin Shirin Neshat mit Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Serie "Women of Allah". 1990 - elf Jahre nach der Islamischen Revolution - hat die zierliche Frau ihre Eindrücke vom Wandel Irans in großformatigen Aufnahmen festgehalten. In Bildern, die irritieren, weil sie Weiblichkeit und Gewalt zeigen: Frauen im Tschador, aber mit dem Gewehr im Anschlag, kampfbereit und doch wehrlos. Es folgen große internationale Ausstellungen, viel beachtete Videoarbeiten, das Spielfilmdebut bei den Filmfestspielen in Venedig sowie im Sommer 2017 eine Operninszenierung in Salzburg: Verdis "Aida" - die Geschichte einer Fremden, Vertriebenen, die zwischen männlichen Mächten, Klerus, Militär und Staat zerrieben wird. Nun, 2018 , kommt ihr zweiter Spielfilm in die Kinos, "Looking for Oum Kulthum", eine Annäherung an die wohl berühmteste Sängerin der arabischen Welt. Wir sprechen mit Shirin Neshat über ihre Kunst, weibliche Identität, das Leben zwischen zwei Kulturen, über die westliche Wahrnehmung der muslimischen Welt, über Befreiungskämpfe, Emanzipation und ihr großes Trauma, das Exil.