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Wirtschaft

Kuka ist in chinesischer Hand

Der chinesische Hausgerätehersteller Midea hat sich eine deutliche Mehrheit von gut 85 Prozent am Augsburger Roboterbauer Kuka gesichert.

Nach Ablauf der Übernahmefrist am vergangenen Freitag hält Midea 85,69 Prozent an Kuka, wie die Chinesen am Mittwoch mitteilten. Midea hatte bereits vor dem Übernahmeangebot einen Anteil von 13,51 Prozent an Kuka gehalten und strebte eine Beteiligung von "über 30 Prozent" an.

Bis zum Fristablauf am Freitag nahmen den Angaben zufolge Besitzer von insgesamt gut 34 Millionen Kuka-Aktien das Kaufangebot an - das entsprach einem Anteil von 72,18 Prozent.

Aktionäre, die das Übernahmeangebot nicht angenommen haben, bekommen nun noch eine zweite Chance. Sie können Midea ihre Anteile noch bis zum 3. August andienen. Midea bietet 115 Euro pro Aktie und bewertet den deutschen Roboterbauer so mit 4,6 Milliarden Euro. Das Übernahmeangebot war Mitte Juni veröffentlicht worden.

Das angestrebte Geschäft hatte in Berlin und Brüssel Bedenken geweckt, dass wichtige Zukunftstechnologien von Europa nach Asien abwandern und sensible Kundendaten in fremde Hände geraten könnten. Die Suche nach einem europäischen Alternativangebot für Kuka blieb jedoch erfolglos.

Kuka-Chef Till Reuter versuchte wiederholt, Bedenken zu zerstreuen, und verwies auf die Investorenvereinbarung mit Midea. Der chinesische Mischkonzern sicherte Kuka eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis 2023 zu.

zdh/wen (afpd, rtrd)

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