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Sport

Kugelstoßer Storl sensationell Weltmeister

David Storl hat am 7. Wettkampftag in Daegu das zweite deutsche Gold nach Diskuswerfer Robert Harting geholt. Überraschend ohne WM-Medaille blieb Goldfavoritin Christina Obergföll im Speerwurf.

Weltmeister David Storl beisst in seine Goldmedaille bei der Leichtathletik WM in Daegu. (Daniel Maurer/dapd)

David Storl hat bei der Leichtathletik-WM in Daegu für eine Senstation gesorgt und als erster deutscher Kugelstoßer die Goldmedaille gewonnen. Dabei steigerte der 21-Jährige seine persönliche Bestleistung im letzten Versuch noch einmal auf 21,78 Meter und verdrängte damit den kanadischen Weltranglisten-Ersten Dylan Armstrong um 14 Zentimeter auf Platz zwei. Bronze ging an den Weißrussen Andrej Michnewitsch. Ralf Bartels belegte Rang zehn.

David Storl jubelt nach seinem völlig überraschenden Titelgewinn in Daegu mit der Deutschland-Fahne. (Foto: Thomas Lohnes/dapd)

David Storl jubelt nach seinem völlig überraschenden Titelgewinn mit der Deutschland-Fahne

Speerwerferin Obergföll verpasst das Podest

Christina Obergföll enttäuscht nach ihrem Speerwurf. (Foto: Daniel Maurer/dapd)

Enttäuscht: Christina Obergföll

Unterdessen hat Gold-Hoffnung Christina Obergföll klar am Gold vorbeigeworfen. Die 30-Jährige musste sich im Finale mit 65,24 Meter und dem undankbaren vierten Platz vor Katharina Molitor begnügen. Zu einer Medaille fehlten Obergföll 3,14 Meter. Gold ging in einem hochklassigen Wettbewerb an die Landesrekord werfende Russin Maria Abakumowa mit 71,99 Meter vor Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien. Bronze holte sich mit dem Afrika-Rekord von 68,38 Meter die Südafrikanerin Sunette Viljoen.

Europameister Christian Reif und Hallen-Europameister Sebastian Bayer sind bei der WM im Weitsprung-Finale leer ausgegangen. Reif landete mit 8,19 Meter auf Platz sieben, zehn Zentimeter hinter dem Bronzerang. Bayer, der fünfmal über acht Meter flog, belegte mit 8,17 Meter Platz acht. Titelverteidiger Dwight Phillips aus den USA setzte sich mit 8,45 Meter erneut durch und gewann sein insgesamt viertes WM-Gold. Der Jahresweltbeste Mitchel Watt aus Australien holte Silber vor Ngonidzashe Makusha aus Simbabwe.

Deutsche 4 x 400 Meter-Staffel wird Achter

Im 4 x 400 Meter-Rennen erreichte die deutsche Staffel mit Jonas Plass, Kamghe Gaba, Miguel Rigau und Thomas Schneider den achten Rang. Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde die us-amerikanische Staffel und holte das erwartete Gold. Der Titelverteidiger und Olympiasieger verwies Südafrika und Jamaika auf die Plätze. Das US-Quartett sicherte sich damit seinen siebten Titel.

Die WM-Siegesserie der US-Amerikanerin Allyson Felix über die 200 m ist gerissen. Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown aus Jamaika gewann bei den Titelkämpfen Gold in 22,22 Sekunden vor 100-m-Weltmeisterin Carmelita Jeter und Felix, die zuvor dreimal in Folge triumphiert hatte.

Vivian Cheruiyot ist erneut Weltmeisterin über 5000 Meter geworden. Die Kenianerin holte in Daegu ihren zweiten Titel nach den 10 000 Metern. Cheruiyot lag in 14:55,37 Minuten vor ihrer Teamkollegin Sylvia Kibet. Dritte wurde Olympiasiegerin Meseret Defar aus Äthiopien.

Hammerwerferin Heidler auf Medaillenkurs

Betty Heidler nach einem erfolgreichen Wurf zeigt ihren Daumen nach oben. (Foto: AP Photo/Gero Breloer)

Zufrieden: Betty Heidler

Weltrekordlerin Betty Heidler hat das Hammerwurf-Finale erreicht und das in souveräner Manier. Die Europameisterin und Favoritin übertraf gleich im ersten Versuch mit 71,48 Meter die geforderte Qualifikationsweite von 71,00 Meter. Mühe hatte zuvor Kathrin Klaas, die erst im dritten Versuch mit 71,69 Meter den Finalvorkampf erreichte.

Dagegen verpasste die deutsche Frauenstaffel über 4 x 400 m den Finaleinzug deutlich. Das Quartett in der Besetzung Janin Lindenberg, Esther Cremer, Lena Schmidt und Claudia Hoffmann belegte nur den vierten Vorlaufplatz und konnte sich auch nicht über die Zeitregelung für den Endlauf qualifizieren.

Topfavorit Bolt ist dabei

Jamaicas Sprintstar Usain Bolt feiert das erreichen des 200-Meter-Finales. (Foto: Martin Meissner/AP/dapd)

Geschafft: Usain Bolt

Supersprinter Usain Bolt hat seine Rückkehr an die Stätte seines Fehlstart-Fiaskos vom 100-Meter-Lauf erfolgreich gestaltet. Über die 200 Meter ist der Titelverteidiger leicht und locker ins Finale gesprintet. Der Weltrekordler aus Jamaika gewann seinen Halbfinallauf scheinbar mühelos in 20,31 Sekunden. Der deutsche Meister über 200 Meter Sebastian Ernst musste als Sechster in seinem Vorlauf in 20,95 Sekunden alle Hoffnungen auf das Erreichen des Halbfinales begraben.

Autor: Calle Kops (mit sid und dpa)
Redaktion: Wolfgang van Kann

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