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Aktuell Amerika

Kubanischer Dissident Paya verunglückt

Der bekannte kubanische Oppositionelle Oswaldo Paya ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er galt als einer der einflussreichsten Kritiker der Regierung unter Fidel und Raul Castro.

Oswaldo Paya, kubanischer Dissident (Foto: picture-alliance/dpa)

Oswaldo Paya

Paya sei unterwegs gewesen mit Freunden als sich der Unfall in der Nähe der Stadt Bayamo im Osten Kubas ereignete, gab der Vorsitzende der oppositionellen Menschenrechtskommission, Elizardo Sánchez, bekannt. Bayamo befindet sich etwa 800 Kilometer von der Hauptstadt Havanna entfernt.

Harold Cepero, ein weiterer Dissident, kam ebenfalls bei dem Unfall ums Leben.

Unermüdlicher Kampf für mehr Rechte und Freiheit

Paya war mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert und erhielt 2002 den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments. Er galt als einer der einflussreichsten Kritiker der kommunistischen Regierung unter Fidel und Raul Castro. Der 60-Jährige vertrat die Auffassung, dass die "treibende Kraft der Gesellschaft" eben nicht die Kommunistische Partei war, sondern "die Souveränität des Volkes", schrieb er kurz nach der Ernennung Raul Castros als Staats- und Regierungschef.

Fidel (links) und Raul Castro (Foto: picture-alliance/dpa)

Fidel (links) und Raul Castro (rechts)

Internationale Bekanntheit erlangte Paya als Hauptorganisator des Varela-Projekts, einer Unterschriftenaktion für ein Referendum zur Stärkung von Bürgerrechten und für politische Reformen in Kuba. Paya rief das Projekt 1998 ins Leben und konnte mehr als 25.000 Unterschriften dafür sammeln, weit mehr als die benötigten 10.000.

nis/GB (dpa, dapd)

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