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Amerika

Kuba - USA: Papst als Vermittler

Papst Franziskus ist mit Blick auf das angekündigten Ende der jahrzehntelangen Eiszeit zwischen den USA und Kuba seiner Funktion als Pontifex im Wortsinn gerecht geworden: Er baute eine Brücke.

Nach Aussagen von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin habe der Papst eine "bestimmende Rolle" in den diplomatischen Verhandlungen zwischen Kuba und den USA gespielt. Franziskus habe die Initiative ergriffen, die Briefe an die beiden Präsidenten verfasst und sie eingeladen, die Schwierigkeiten miteinander zu überwinden, sagte der vatikanische Chefdiplomat am Donnerstag im Gespräch mit Radio Vatikan. Der Vermittlungserfolg sei durch die lateinamerikanische Herkunft des Papstes begünstigt worden. Als Kardinalstaatssekretär ist Parolin im Vatikan der "zweite Mann" nach dem Papst und zugleich dessen oberster Diplomat.

Brücken bauen

Der vatikanische Beitrag zur Entspannung der Lage zwischen den USA und Kuba sei ein "hervorragendes Beispiel für die 'Kultur der Begegnung'", die Papst Franziskus immer wieder einfordere, sagte Parolin. Je größer die Schwierigkeiten und Probleme seien, desto intensiver müsse ein Dialog geführt werden. Ziele der vatikanischen Diplomatie seien Frieden, Armutsbekämpfung und der "Brückenbau".

Parolin lobte zugleich US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatspräsident Raul Castro. Es brauche eine "große Dosis Mut, um zu diesem Abschluss zu gelangen", so der Kardinal. Er äußerte die Hoffnung, dass die Verhandlungen ein Vorbild für andere Staatschefs werden könnten.

kk/so (KNA, DPA)